Ein Facebook-Post wurde Martin Kesici zum Verhängnis: Weil der ehemalige Castingshow-Gewinner und heutige Radiomoderator die Hooligan-Proteste gegen Salafisten befürwortete, stellte der Berliner Radiosender "Star FM" den 41-Jährigen vorerst frei.

Seit mehr als drei Jahren moderierte Martin Kesici, der durch die Castingshow "Star Search" bekannt wurde, den "T-Bone's Breakfast Club" des Berliner Radiosenders "Star FM". Doch jetzt wurde der 41-Jährige vorerst beurlaubt. Der Grund: ein Facebook-Post Kesicis.

Im sozialen Netzwerk kommentierte Kesici die Kölner Hooligan-Demo gegen Salafisten, in der auch Rechtsradikale ihre Parolen gegrölt hatten, wie folgt: "Endlich gehen die Deutschen gegen die Salafisten auf die Straße. Wurde auch Zeit".

Selbst als ein Shitstorm über ihn hereinbrach, wich der der 41-Jährige zunächst nicht von seiner Meinung ab. "Wenn wir nicht gegen sowas auf die Straße gehen, wo soll das hinführen? Langsam reicht es, wir dürfen uns nicht alles gefallen lassen von solch radikalem Gesocks. Das waren doch nicht Nazis auf der Demo ... Bei den Hools sind auch Türken, Schwarze, Kurden etc. mitgelaufen. Ich supporte das sehr gern", schrieb Kesici kurze Zeit später.

Mittlerweile hat der 41-Jährige die Einträge gelöscht und sich für seine Aussagen entschuldigt. "Ich distanziere mich natürlich von jeder Form von Gewalt. Egal von welcher Seite sie ausgeht. Ich unterstütze weder Nazis/Rechte noch andere extreme Gruppierungen. Ich habe meinen missverständlichen Post gelöscht, weil ich nicht möchte, dass es heißt, ich sympathisiere mit Nazis/Radikalen Linken oder anderen radikalen Gruppen", teilte er auf Facebook mit.

Dennoch hat "Star FM" seinen Moderator am Dienstagnachmittag vorerst freigestellt. Der Sender betonte, dass er sich gegen jegliche Art von extremistischem und rechtsradikalem Gedankengut, Fremdenfeindlichkeit, Gewalt oder Gewaltverherrlichung wende.

Noch ist unklar, ob Kesici eine Zukunft beim Sender hat. (tfr)