Ab dem 22. September können wir Kristen Bell an der Seite von Mila Kunis (32) in der Komödie "Bad Moms" im Kino sehen. In dem Streifen rebellieren die Frauen gegen den Druck, immer eine perfekte Vorzeige-Mama sein zu müssen.

Kristen ist im wahren Leben selbst zweifache Mutter. Gemeinsam mit ihrem Mann Dax Shepard (41) zieht sie die Töchter Lincoln (3) und Delta (1) groß. Und auch dabei läuft nicht immer alles nach Plan, wie die Schauspielerin jetzt ganz offen in einem Interview verriet.

"Im Zeitalter der sozialen Medien – wo man sein Leben in wunderschönen, bearbeiteten Bildern präsentieren kann – ist es wichtig, andere Mütter daran zu erinnern, dass wir alle Joghurtflecken auf unserer Kleidung haben und unsere Hände nach Pipi riechen. Wenn du den Leuten eine unrealistische Idee von Perfektion präsentierst, dann ist das nicht fair", stellt sie gegenüber dem amerikanischen Magazin "Redbook" klar.

Die 35-Jährige ist in Sachen Erziehung für strenge Regeln, deshalb versuche sie auch nicht ständig, die beste Freundin ihrer Töchter zu sein. "Ich hatte kürzlich eine Erleuchtung: wenn ich so nett zu meinen Kindern bin, wie ich es sein möchte, werden sie mich nicht respektieren. Deinen Kindern Grenzen aufzuzeigen, tut ihnen gut. Denn wenn du ihnen alles durchgehen lässt, dann ziehst du Idioten auf", erklärt sie.

Kristen ist bekannt dafür, ihren Fans keine heile Welt vorzuspielen. Im Gegensatz zu vielen ihrer Hollywood-Kollegen, legt sie sogar Wert darauf, zu zeigen, dass ihr Leben keineswegs perfekt ist. So spricht sie auch ganz offen über ihre Depressionen, unter denen sie seit ihrer Jugend leidet. Damit umzugehen, war vor allem für ihren Ehemann nicht immer leicht.

"Wir stritten wirklich viel und ich liebe einen dramatischen Abgang. Wenn ich eine Tür knallen kann, fühle ich mich so machtvoll. Wenn ich mich in mein Auto setzen könnte und mit quietschenden Reifen davon fahren könnte, wäre das noch besser", gesteht Kristen dem Magazin.

Dax stellte ihr jedoch irgendwann ein Ultimatum: "Er hat zu mir gesagt: 'Wenn wir ein Problem haben, kannst du nicht einfach gehen. Wir werden darüber reden oder ich mache das mit dir nicht mehr mit.' Ich liebe ihn so sehr, dass ich mir dachte: 'Ich sollte meine Sachen jetzt auf die Reihe bekommen'", so die Schauspielerin weiter.

Und das tat sie. Sie holte sich professionelle Hilfe und hat ihre Krankheit heute sehr gut im Griff. Hut ab vor so viel Ehrlichkeit, damit macht die 35-Jährige vielen Menschen in ähnlichen Situationen Mut. (dj)