Vor der Kamera hat Kirsten Dunst schon alles erreicht, was geht: Sie spielte in Blockbustern ("Spiderman") und Indie-Klassiker ("The Virgin Suicide") mit, an der Seite der ganz Großen (Brad Pitt, Tom Cruise) und unter der Regie von lebenden Legenden (Lars von Trier). Aber das reicht der ehrgeizigen Dunst nicht! Jetzt geht es hinter die Kamera.

Next Level: Regie! Und ihr erstes Regie-Projekt ist auch schon auserkoren: Sie verfilmt den Buch-Klassiker "Die Glasglocke" von Sylvia Plath.

Und der ist keine leichte Kost: In dem teilweise autobiografischen Buch der depressiven Schriftstellerin geht es um nichts weniger als die Frauenbewegung, Depression und Suizid Anfang der Sechziger Jahre. Eine Hauptdarstellerin ist mit Dakota Fanning auch schon gefunden, die Dreharbeiten sollen Anfang 2017 starten.

Sehr anspruchsvoll, Miss Dunst, sehr anspruchsvoll. Aber mit schweren Stoffen kennt sie sich ja aus, schließlich hat die heute 34-Jährige ihre Karriere mit dem düsteren "Ein Interview mit einem Vampir" gestartet, dann den Depri-Indiefilm "The Virgin Suicides" mit Sofia Coppola abgedreht (der mit einem kollektiven Selbstmord endet) und zuletzt in Lars von Triers "Melancholia" der Krankheit Depression ein – traurigschönes – Gesicht für die Leinwand gegeben.

Ihre Faszination für die dunklen Stunden kommt übrigens nicht von ungefähr: Dunst war 2008 selbst wegen Depressionen in Behandlung. Ihrer Arbeitswut nach zu urteilen, scheint sie die Krankheit erfolgreich hinter sich gebracht zu haben. (mia)