Kim Kardashian wird 39: Vom Sex-Tape zur Medienmacht

Alles an Kim Kardashian ist berühmt: Ihr Po, ihre Sanduhrfigur, ihr Ehemann Kanye West, ihre Schminktechniken, das sogenannte "Contouring" sowie ihre gesamte Großfamilie. Doch wie schaffte die US-Amerikanerin, die am 21. Oktober 39 Jahre alt wird, das eigentlich? Ein Rückblick auf ihre ungewöhnliche Karriere. © spot on news

Kimberly Noel "Kim" Kardashian West wurde am 21. Oktober 1980 in Los Angeles geboren. Ihre Familie ist armenischer Abstammung, doch lebte bereits ihr Großvater in den USA. Ihre Kindheit verlief abseits der Medienbranche. Dennoch scheint das Rampenlicht eine magische Anziehungskraft auf alle Kardashians zu haben. Ihr Vater Robert Kardashian war Anwalt beim berüchtigten Mordprozess um Ex-Footballspieler O.J. Simpson.
Ihre Karriere begann zunächst als "Freundin von...": In diesem Fall von Hotelerbin Paris Hilton (li.), als deren Stylistin sie kurze Zeit in Erscheinung trat. Doch Hiltons Schatten erwies sich zunächst als zu groß. Ein anderer Plan musste her …
Als 2007 ein altes Sextape ohne ihr Einverständnis veröffentlich wurde, klagte sie zunächst erfolgreich – ein Skandal lag in der Luft. Die Rechnung ging auf und der Promi-Status war schnell erreicht, ein Playboy-Shooting ebenso. Dass dieser Weg auch ein wenig an Paris Hiltons Werdegang erinnert, mag kein Zufall sein. Im Sommer 2019 zeigte sich Kim Kardashian in einem Interview dementsprechend dankbar: "Ich würde wirklich alles für Paris tun. Sie hat mir meine Karriere geschenkt. Das rechne ich ihr total an."
2007 lief auch die erste Staffel "Keeping Up with the Kardashians". Die Reality-Show rund um das skandalöse Leben der schwerreichen Familie wurde zum TV-Hit und machte Kim zum Mega-Star.
Besagte Familie steht auch für Schwesternschaft mit einer Power-Mutti an der Spitze: "Momanger" Kris Jenner (3.v.l), Supermodel Kendall Jenner(r.), Nachwuchsmilliardärin Kylie Jenner (2.v.l.) sowie Khloe (1.v.l) und Kourtney Kardashian (4.v.l), die mit ihren eigenen kleinen Dramen und Skandälchen erfolgreich auf den Zug aufgesprungen sind.
2011 gab der Reality-Star Basketballspieler Kris Humphries vor laufender Kamera das Jawort. Nur 72 Tage später reichte Kim die Scheidung ihrer bereits zweiten Ehe ein. Zuvor war sie von 2000 bis 2004 mit Damon Thomas verheiratet. Der offizielle Grund für die zweite Scheidung: unüberbrückbare Differenzen.
2012 trat Rapper Kanye West in ihr Leben, das Paar heiratete im Mai 2014 in Florenz. Vier Kinder sind bislang aus ihrer Ehe hervorgegangen: Tochter North (2013), Sohn Saint (2015), Tochter Chicago (2018) und Sohn Psalm (2019). Die beiden letzten Kinder wurden von einer Leihmutter ausgetragen.
Kim und Kanye geben sich bei öffentlichen Auftritten äußerst harmonisch. So schwärmte der Musiker einmal: "Unsere Liebesgeschichte ist eine Story für die Ewigkeit. (...) Es war dieses Romeo und Julia Ding, nur dass sie ein Reality-Star ist und ich ein Rapper.“
2014 inszenierte Kim ihre Kehrseite nackt und eingeölt auf dem Cover des "Paper"-Magazins. Mit ihrem Ziel, "to break the internet", hatte sie Erfolg: Ihr blanker Hintern wurde zur Social-Media-Sensation.
Im Interview gab Kim im Jahr 2015 zu, süchtig nach Selfies (hier im Bild mit Ex-Supermodel Naomi Campbell) zu sein. Im selben Jahr veröffentlichte sie ihren Bildband "Selfish" mit einem Best-of ihrer gesammelten Selbstporträts. Kurze Zeit später erklärte sie das Selfie für sich zum Dealbreaker. Und es stimmt: Ihr von fast 50 Millionen Followern abonnierter Instagram-Account ist seitdem eine (fast) Selfie-freie Zone.
Ob Handyspiele, ein Kardashian-Emoji-Packet, Kosmetik, Parfums – alles, worauf Kim Kardashian ihren Namen setzt, wird sprichwörtlich zu Gold. Kritik hagelt es dennoch immer wieder. So zum Beispiel 2018 für ihre Kimono-Kollektion. Sie missachte die japanische Kultur, hieß es damals. Auch die Tierrechtsorganisation PETA erklärte Kim wegen ihres Faibles für Pelzmäntel bereits mehrmals zur „schlimmsten Person des Jahres“.
2016 erlebte Kim Kardashian einen Albtraum in der Stadt der Liebe. Während der Pariser Fashion Week wurde sie in ihrem Hotelzimmer überfallen, gefesselt und im Badezimmer eingeschlossen. Die Diebe entkamen mit Schmuck im Wert von rund neun Millionen Euro. Noch heute sitzt das Trauma tief, wie sie in Interviews immer wieder erzählt. Hier ein Bild von 2016 aus der Pariser Front Row.
Sie ist hin und wieder auch politisch aktiv: 2018 setzte sich Kim Kardashian bei Präsident Trump erfolgreich für die Begnadigung einer 63-jährigen Afroamerikanerin ein.
Dass sie offenbar noch mehr bewegen kann als nur die Mega-Summen auf ihrem Konto, ermutigte Kardashian wohl dazu, eine Ausbildung bei einer Anwaltskanzlei anzufangen. "Ich möchte etwas zurückgeben", so ihre Erklärung. Ihr Ziel: Sich für Menschen in Haft einsetzen, die ihre Schuld an die Gesellschaft zurückgezahlt hätten.
Mit einem geschätzten Vermögen von 350 Millionen Dollar gehört Kim Kardashian laut dem "Time Magazine" zu den 100 einflussreichsten Menschen der Welt. Nicht schlecht für jemanden, der als Teenager eigentlich "nur" Bond-Girl werden wollte.