Karoline Herfurth: Diese Rollen machten sie berühmt

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Karoline Herfurth feiert am 22. Mai ihren 35. Geburtstag. Mit diesen Rollen hat sich die Schauspielerin in die erste Riege der Film- und Fernsehwelt gespielt - nicht nur auf deutschem Terrain. © spot on news

Ihre erste Filmrolle übernahm die in Berlin geborene Herfurth mit zehn Jahren in einem ZDF-Fernsehfilm. Entdeckt wurde sie auf dem Schulhof. Ihr Kinofilm-Debüt gab sie dann 2000 neben Robert Stadlober (l.) in dem Jugenddrama "Crazy".
In "Mädchen, Mädchen" (2001) und "Mädchen, Mädchen 2 – Loft oder Liebe" (2004) verkörperte Herfurth die sexuell unerfahrene Lena, die sich in den Musiker Nick (Andreas Christ) verguckt. Die Mädels-Clique im Film wurde durch Diana Amft alias Inken (Mitte) und Felicitas Woll alias Victoria (r.) komplettiert.
Ein weiterer Teeniefilm folgte 2002: Neben Anna Maria Mühe (Katis) spielte Herfurth die 17-jährige Steffi in "Große Mädchen weinen nicht". Die beiden Freundinnen erleben gemeinsam den beschwerlichen Weg vom pubertierenden Teenager zur verantwortungsbewussten Frau.
2005 spielte Herfurth in "Eine andere Liga" die 20-jährige Hayat, die mit der Diagnose Brustkrebs zurechtkommen muss. Die talentierte Fußballerin kann sich von einer OP, bei der ihr die Brust abgenommen wird, kaum erholen. Der Film entstand unter der Regie von Buket Alakus und wurde auf dem Filmfest Hamburg 2005 präsentiert.
"Im Winter ein Jahr": Im deutschen Filmdrama aus dem Jahr 2008 unter der Regie von Caroline Link spielte Herfurth neben Josef Bierbichler. Ihre Rolle Lilli Richter nimmt den Maler Max Hollander, mit in ihre Gefühlswelt und arbeitet so den Tod ihres Bruders auf. Für die Rolle bekam sie 2009 den Bayerischen Filmpreis.
Nach unzähligen Filmrollen machte Herfurth erst 2008 ihren Abschluss an der Ernst-Busch-Schauspielschule. Dabei wollte es die Berlinerin aber nicht belassen und studierte anschließend Soziologie und Politikwissenschaften an der Humboldt-Universität in Berlin.
Ein Jahr später folgte der große Filmerfolg "Fack Ju Göhte" mit Elyas M’Barek (r.). Als strenge Lehrerin Elisabeth Schnabelstedt versucht sie im Film von Bora Dagtekin (l.) vergebens gegen den Bankräuber und Nachwuchslehrer Zeki Müller (Elyas M’Barek) anzukommen. Der Film wurde zum großen Kinoerfolg und lockte über sieben Millionen Kinogänger an.
2015 war für Herfurth ein besonders erfolgreiches Jahr im deutschen Kino. Zunächst sah man sie neben Hannah Herzsprung und Iris Berben in der Liebeskomödie "Traumfrauen" von Anika Decker. Es folgte der Kassenschlager "Fack ju Göhte 2". Mit über 7,7 Millionen Besuchern war die Fortsetzung der Komödie nach "Star Wars: Das Erwachen der Macht" der zweiterfolgreichste Film in deutschen Kinos und der erfolgreichste deutsche Film des Jahres.
2012 durfte die Schauspielerin noch einmal internationale Filmluft schnuppern: Im März 2012 begannen in Berlin die Dreharbeiten für Brian De Palmas Thriller "Passion", ein englischsprachiges Remake von Alain Corneaus letztem Film "Liebe und Intrigen". Herfurth spielte eine Nebenrolle an der Seite von Rachel McAdams (l.) und Noomi Rapace (r.).
Doch die Schauspielerei allein reicht ihr nicht: 2016 debütierte sie mit ihrem ersten Langspielfilm als Regisseurin und Schauspielerin. In "SMS für Dich" schickt die Kinderbuchautorin Clara Sommerfeld (Karoline Herfurth) SMS an ihren verstorbenen Verlobten. Doch die Nummer wurde längst neu vergeben und Clara lernt den Mann (Friedrich Mücke) hinter der Nummer kennen und lieben.
Die Arbeit hinter der Kamera machte Herfurth so viel Spaß, dass sie Anfang 2019 gleich ein neues Werk hinterherschickte: "Sweethearts" erzählt von der kriminellen und alleinerziehenden Mutter Mel (Hannah Herzsprung, r.), die die planlose Franny (Karoline Herfurth) als Geisel nimmt.