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Kanye West: Seine verrücktesten Momente

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"I am a god": Der 2013 veröffentlichte Song von Rapper Kanye West ist bei dem Musiker Programm. Selten feierte sich ein Star so sehr selbst, wie der amerikanische Rapper.

Schon zu Beginn seiner Karriere stach Kanye durch kontroverse Äußerungen aus der Masse hervor. 2005 kritisierte er in einer Ausgabe von "Saturday Night Live" mit Mike Myers (links) die Bush-Administration. Dabei hätte er in dem Beitrag eigentlich für Spenden an die Opfer von Hurricane Katrina werben sollen.
Auch ein Jahr zuvor sorgte der Künstler für Furore. Er sah sich nämlich unfair behandelt, als er bei den "American Music Awards" keinen Preis abstaubte. Kanye fühlte sich "beraubt" und behauptete dreist: "Ich war der beste neue Künstler in diesem Jahr."
Im Allgemeinen ist der mehrfache Grammy-Gewinner kein Kind von Bescheidenheit. Mit prahlerischen Aussagen und maßloser Selbstüberschätzung schaffte er es immer wieder in die Schlagzeilen. Sätze wie "Mein größter Schmerz liegt darin, dass ich mich selbst nie live performen sehen werden kann" oder "Ich bin Picasso. Ich bin Michelangelo. Ich bin Basquiat. Ich bin Walt Disney. Ich bin Steve Jobs" bleiben in Erinnerung.
2007 kündigte der Sänger seinen Boykott der "MTV Video Music Awards" an. Er war irritiert von der Tatsache, trotz fünf Nominierungen keinen Preis erhalten zu haben. Lange hielt er aber nicht durch. Bereits ein Jahr später trat er wieder bei der Preisverleihung auf.
Neben verbalen Entgleisungen kommt es auch des Öfteren zu tätlichen Ausschreitungen des Musikers. Etwa im Jahr 2008, als Kanye aus Wut die Kamera eines Paparazzo zerstörte.
Unvergessen und die bisher wohl bekannteste Blamage des Sängers: Die Szene auf den "MTV Video Music Awards" 2009, als Kanye auf die Bühne stürmte und Sängerin Taylor Swift das Mikrophon aus der Hand nahm. Im Anschluss lobte er das ebenfalls nominierte Musikvideo von Kollegin Beyoncé als besseres Werk. Danach verschwand er wieder von der Bühne - und hinterließ eine irritierte Taylor Swift und eine peinlich berührte Beyoncé im Publikum.
"Erst denken, dann reden": Von dieser Devise scheint der Rapper im Allgemeinen nicht viel zu halten. Seine Fehde mit Sängerin Taylor Swift ging in die nächste Runde, als er in seinem 2016 erschienen Song "Famous" behauptete, er hätte sie berühmt gemacht (im englischen Original: "I made that bitch famous.") Hier ist Kanye bei einem Auftritt auf dem "Coachella Festival" 2016 mit Rap-Kollege A$AP Rocky zu sehen.
Der Narzissmus des Künstlers kennt keine Grenzen. 2017 bei "Splendour in the Grass" konnten Besucher eine riesige aufblasbare Version seines Gesichts bestaunen.
Auf dem "Big Chill Festival" 2011 unterbrach Kanye die Show mit einer seiner berühmten kontroversen Aussagen: "Ich laufe durchs Hotel, ich laufe durch die Straße und die Leute sehen mich an, als wäre ich verdammt nochmal verrückt, als wäre ich Hitler." Dass ein solcher Vergleich bei der Mehrheit der Menschen eher weniger gut ankommt, hätte er sich eigentlich denken können.
Die "MTV Video Music Awards" scheinen es dem Sänger angetan zu haben. Auch im Jahr 2015 legte er einen erinnerungswürdigen Auftritt hin und kündigte seine Präsidentschaftskandidatur 2020 an. Allerdings gab er bereits im Vorfeld zu, vor seinem Auftritt "so ein klein bisschen etwas geraucht" zu haben.
Die möglicherweise nächste "First Lady", Gattin Kim Kardashian, erfuhr von ihrem Glück erst an besagtem Auftritt, wie sie später bei der Talkshow von Ellen DeGeneres verriet. Ob die Aussage dennoch ernst zu nehmen ist? Wir werden es sehen.
Etwas Wahlkampf-Luft wollte der Rapper aber schon mal schnuppern. Während der Präsidentschaftskampagne von Donald Trump im Jahr 2016 ließ sich der Rapper mit dem Republikaner ablichten - und erweckte damit Unmut bei einigen Fans. Doch das sollte nicht seine einzige Assoziation zum späteren US-Präsidenten bleiben.
Erst vor Kurzem verlautbarte der Megastar über Twitter, er sehe Trump als seinen Bruder - und erntete damit viel Kritik: "Man muss nicht mit Trump einverstanden sein, aber der Mob bringt mich nicht dazu, ihn nicht zu lieben. Wir sind beide Drachenenergie. Er ist mein Bruder. Ich liebe jeden. Ich stimme nicht allem zu, was jemand macht. Das ist es, was uns zu Individuen macht. Und wir haben das Recht auf unabhängige Gedanken."
Nachdem ihn seine Ehefrau Kim - die während der US-Wahl übrigens offen die demokratische Kandidatin Hillary Clinton unterstützt hatte - dann wohl übers Telefon zurechtgewiesen hatte, schob er nach: "Meine Frau hat mich gerade angerufen, und sie wollte, dass ich das allen deutlich mache. Ich bin nicht mit allem einverstanden, was Trump macht."
Der Rapper, der mit seiner "Yeezy"-Kollektion bei Adidas schon mehrfach Erfolge feierte, bleibt wohl noch eine Zeit lang im Rampenlicht. Sein Leitsatz scheint zu sein: Jede Publicity ist gute Publicity. Und für Lacher sorgt Kanye mit seinen exzentrischen Ausrutschern allemal.
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