• Jan Hofer wird am 14. Dezember seine letzte "Tagesschau"-Sendung moderieren.
  • Der Chefsprecher blickt auf fast 36 Jahre als Gesicht des Nachrichten-Flaggschiffs der ARD zurück.

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Der Chefsprecher der "Tagesschau", Jan Hofer, verabschiedet sich am 14. Dezember nach fast 36 Jahren mit seiner letzten Sendung um 20:00 Uhr in den Ruhestand. Im Gespräch mit "tagesschau.de" erinnert sich der 68-Jährige an seine erste Sendung zurück - und erzählt, wie ein Rotweinfleck fast seine Karriere verhindert hätte.

Vom Saarländischen Rundfunk ins ARD-Studio

Los ging es für Hofer in den 1980ern beim Saarländischen Rundfunk. Dort arbeitete er zunächst beim Radio und moderierte dann "praktisch von heute auf morgen ohne Vorbereitung" im regionalen Fernsehen, wie der 68-Jährige sich erinnert.

Der damalige "Tagesschau"-Chefsprecher Werner Veigel wurde auf den Neuling aufmerksam. Bei einem Umtrunk habe er Hofer gefragt, ob "ich mir nicht vorstellen könne, zur 'Tagesschau' zu kommen."

Rotwein-Malheur bei Werner Veigel: "Damit ist die Karriere zu Ende"

"Ich dachte erst, Veigel wolle mich auf den Arm nehmen, drehte mich um - und stieß dabei eine Flasche Rotwein um, direkt auf die Hose von Veigel." NDR-Moderator Carlo von Tiedemann, der mit am Tisch gesessen habe, orakelte: Damit ist die Karriere zu Ende, bevor sie begonnen hat. "Es kam dann aber doch anders", schmunzelt Hofer.

Die Begrüßung der Kollegen vor seiner ersten Sendung hätte sich Hofer bestimmt anders gewünscht. Als er im Studio eintraf, erzählt Hofer, sagte einer der älteren Redakteure: "Was ist das denn - jetzt lassen die schon Konfirmanden hierher?"

Es sei schwer gewesen, in diese eingeschworene Gemeinschaft hineinzukommen. Nach etwa einem Jahr klappte es dann doch, so lange habe es gedauert, "um mich wohl und heimisch zu fühlen", erinnert sich Hofer.

Jan Hofer
2004 wurde Jan Hofer Chefsprecher der "Tagesschau".

Jan Hofer: "Mein letzter Urlaub war im letzten Jahr"

Sein letzter Tag mache ihm keine Angst, sagt Hofer im Gespräch mit der "Bild"-Zeitung. Er blicke ihm eher freudig entgegen, da er im Corona-Jahr mit Schichtdiensten "wirklich durchgeknüppelt" habe, was sehr anstrengend gewesen sei, erklärt der Nachrichtensprecher.

"Mein letzter Urlaub war im letzten Jahr. Ich bin jetzt einfach durch. Ich freue mich also, erst mal einen Schnitt zu machen." Aber er könne jetzt noch nicht sagen, was passiere, wenn er wirklich zum letzten Mal ins Studio gehe. "Im Moment ist mein Gefühl noch so, als ob ich am Dienstag in einen längeren Urlaub gehe", sagt der Nachrichtensprecher.  © 1&1 Mail & Media/spot on news

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