In ihrem ersten gemeinsamen Film seit "Mr. und Mrs. Smith" spielen Angelina Jolie und Brad Pitt ein zerrüttetes Ehepaar. Die Schauspielerin, die bei "By The Sea" auch das Drehbuch geschrieben und Regie geführt hat, betonte nun allerdings, dass der Film nicht autobiografisch zu verstehen ist.

Wie in jeder Ehe, gebe es auch bei Brangelina gelegentlich Probleme, sagt die Oscar-Preisträgerin im Interview mit der Zeitschrift "Vogue": "Aber wenn die Figuren unseren Problemen auch nur annähernd ähneln würden, hätten wir den Film nicht machen können." Allerdings basiere die Geschichte sehr lose auf Angelina Jolies Mutter, die vor fünf Jahren an Krebs gestorben ist.

Nach deren Tod begann Jolie, das Drehbuch zu schreiben: "Es ist der einzige Film, der komplett auf meinem eigenen verrückten Gedanken basiert." Bevor "By The Sea" schließlich umgesetzt wurde, hätten Jolie und Pitt das Projekt jahrelang als ihre "schlechteste Idee" bezeichnet. Allerdings wollten beide etwas machen, das sie aus ihrer künstlerischen Komfortzone herausbringe.

Zerstrittene Flitterwochen

Die Dreharbeiten zu begannen im vergangenen Jahr kurz nach der Hochzeit des Glamour-Paares auf der maltesischen Insel Goto. "Das waren unsere Flitterwochen", scherzt Jolie. Während sich Jolie und ihr Gatte Brad Pitt trotz ihres frischen Eheglücks vor der Kamera zoffen mussten, waren auch ihre Kinder sowie das Hauspersonal der Hollywood-Stars mit dabei. Drei der sechs Kinder von Jolie und Pitt sind adoptiert.

Für Jolie ist es wichtig, viel mit ihren Kindern zu reisen. Die Sprösslinge sollten ihre jeweiligen Herkunftsländer in Asien und Afrika kennenlernen und sich ihrer Ursprünge sowie derer ihrer Geschwister bewusst sein. Ansonsten würden die Kinder zu größtmöglicher Selbständigkeit erzogen. Für die Titelgeschichte der "Vogue" ließ sich der Hollywood-Star mitsamt ihren Kindern von der Starfotografin Annie Leibovitz ablichten.

Weiterhin spricht Jolie in der "Vogue" auch offen über ihre doppelte Mastektomie und die Entfernung ihrer Gebärmutter und Eierstöcke: "Meine Mutter und meine Großmutter fingen in ihren Vierzigern an zu sterben. Ich bin 40. Ich kann es nicht erwarten, 50 zu werden und zu wissen, dass ich es geschafft habe." (lug)