Der deutsche Filmregisseur Helmut Dietl hat Lungenkrebs. Das gab der 69-Jährige in einem Interview mit der Wochenzeitung "Die Zeit" bekannt, das am Donnerstag erscheint. Dietl habe die Diagnose Anfang Oktober bekommen. Seine Heilungschancen liegen laut Ärzten "im günstigsten Fall" bei zehn Prozent.

Dietl sei von der Diagnose nicht überrascht gewesen: "Wenn man bedenkt, wie viel ich geraucht habe, dann ist es geradezu ein Wunder, dass es so lange gut gegangen ist." Derzeit erkundige er sich nach Behandlungsmöglichkeiten. Ob er sich einer Chemotherapie und einer Bestrahlung unterziehen wird, ist sich Dietl noch nicht sicher. "Man kann diesen Kampf führen – aber geht man gerne in einen Kampf mit einer zehnprozentigen Chance?"

Helmut Dietl wurde als Regisseur und Drehbuchautor von Filmen wie "Schtonk!", "Rossini - oder die mörderische Frage, wer mit wem schlief" und "Kir Royal" und der Serie "Monaco Franze" bekannt. Gemeinsam mit Benjamin von Stuckrad-Barre und Michael "Bully" Herbig schrieb er das Drehbuch für "Zettl" und führte Regie bei der 2012 erschienenen Filmkomödie. Derzeit arbeitet Dietl an einem Filmprojekt mit dem österreichischen Kabarettisten Josef Hader. (jwo)