Halle Berry ist enttäuscht von der Filmindustrie. Seit ihrem Oscar-Gewinn 2002 als erste afroamerikanische Frau in der Kategorie "Beste Hauptdarstellerin", habe sich die Branche nicht weiterentwickelt.

Als Halle Berry (50) den Oscar für ihre Rolle in "Monster's Ball" bekam, konnte sie ihre Tränen kaum zurückhalten. In einer bewegenden Rede widmete sie ihren Preis allen afroamerikanischen Frauen, denen durch ihren Gewinn eine Tür geöffnet werden sollte. 15 Jahre später ist von ihrem einstigen Enthusiasmus nicht mehr viel übrig. Enttäuscht reflektiert sie in einem Interview mit der "TeenVogue" die aktuelle Situation in Hollywood.

Der Tiefpunkt ihrer Karriere

2015 wurde kein Afroamerikaner in den wichtigen Oscar-Kategorien nominiert. Für Halle war es der "wahrscheinlich tiefste Punkt in meiner Karriere". Dabei hatte sie große Hoffnungen nach ihrem Oscar Gewinn 2002. Damals dachte sie ihr historischer Sieg sei nur der Anfang eines großen Umdenkens der Filmindustrie.

So denkt sie heute über ihren Oscar

Traurig zieht sie nun nach 15 Jahren ihr erschütterndes Fazit: "Wow, der Moment hat wirklich nichts bedeutet. Er hat nichts bedeutet. Ich dachte er hätte etwas bedeutet, aber jetzt denke ich, er hat gar nichts bedeutet."

Nach ihr schaffte es keine afroamerikanische Frau mehr, in der Kategorie "Beste Hauptdarstellerin" den Oscar zu gewinnen und auch sonst gelten Afroamerikaner in Hollywood als unterrepräsentiert.

Sie gibt die Hoffnung nicht auf

Doch die Schauspielerin gibt den Kampf noch nicht auf. Jetzt will sie selbst aktiv zu einer Veränderung im Showbusiness beitragen und mehr hinter der Kamera arbeiten. Sie erklärt: "Ich will mehr produzieren. Ich möchte ein Teil davon sein, afroamerikanischen Menschen mehr Möglichkeiten zu bieten." (uma)


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