(jv) - Eigentlich könnte alles so schön sein. Gerade noch erreichten die News, dass Britney Spears auf dem Weg sei, ihre Vormundschaft zurückzuerlangen, die Welt. Doch jetzt mehren sich wieder Zweifel: Soll Britney die Kontrolle über ihr Leben wirklich zurückbekommen? Derzeit soll sie wegen ihrer neuen TV-Show "The X-Factor" schwer unter Stress stehen. Angeblich hat sie jüngst sogar eine Panikattacke erlitten.

Vier Jahre nachdem ein Richter ihrem Vater die Vormundschaft für Britney übertrug, schien sie endlich auf einem guten Weg zu sein. Sie war lange in keine Skandale verwickelt, verlobte sich mit ihrem Freund Jason Trawick und unterschrieb einen 15-Millionen-Dollar-Vertrag mit FOX für die US-Castingshow.

Klar, dass Fans zum Auftakt der zweiten Staffel am letzten Mittwoch, in der Britney ihr Debut als Musik-Jurorin gab, ganz genau hinsahen. Auf den ersten Blick wirkte die Pop-Prinzessin etwas aufgeregt, aber gefasst. Sie strahlte in die Kameras, scherzte mit ihren Co-Juroren LA Reid, Simon Cowell und Demi Lovato und gab überraschend scharfzüngige Kommentare über die Kandidaten von sich. Dass Britneys Lächeln etwas zu starr und ihre Haltung etwas zu verkrampft wirkten, ließen die Zuschauer ihr gerne als Anzeichen für Nervosität durchgehen.

Die ersten deutlichen Anzeichen dafür, dass bei der Sängerin doch nicht alles eitel Sonnenschein ist, gab es am Mittwoch, als Don Philip die Bühne betrat. Mit dem Kandidaten hatte sie vor über 10 Jahren ein gemeinsames Duett aufgenommen. Erst freuten sich beide über das Wiedersehen. Als Don jedoch loslegte und die Ballade "I Will Still Love", die er Anfang der 90er Jahre mit Britney aufgenommen hatte, zum Besten gab, fiel er prompt bei Jury und Publikum durch. Bei der schwachen Performance sank Spears zunächst immer tiefer in sich zusammen, dann stiegen ihr sogar Tränen in die Augen. Den Kandidaten abzulehnen fiel sichtlich schwer.

Danach schien Spears die Fassung nicht mehr so recht wieder zu erlangen, wirkte abwesend, zog Grimassen und lächelte nur noch sehr verhalten. Kurz darauf berichtete das Online-Portal "tmz.com", Spears habe am ersten Tag am Set eine Panikattacke erlitten und sei vollkommen zusammengeklappt. Von Stabilität keine Spur. In einem Interview in der Show "extra" gestand sie: "Ich leide unter regelmäßiger Beklemmung, wie viele Leute."

Auch Casting-Mogul Simon Cowell, der Britney für "The X-Factor" unter Vertrag nahm, berichtete, dass sie bereits am ersten Tag der Show beinahe das Handtuch geworfen und gekündigt hätte. Später entschärfte er seine Aussage zwar bei "extra" und erzählte, am ersten Tag ginge das jedem so. Glaubwürdig wirkte das aber nicht. Man muss sich also die Frage stellen: Wie gut geht es Britney Spears wirklich? Hat sie ihr Leben wirklich so gut im Griff, wie sie behauptet, oder ist das Ganze nur eine sehr dünne Fassade, die jeden Moment einzustürzen droht? Das Urteil darüber wird sich wohl bald ein Gericht bilden müssen, wenn die Vormundschaftsfrage neu aufgerollt wird.