Vor zwei Jahren wurde Kate Walsh ein Gehirntumor entfernt. Jetzt spricht sie erstmals über diese extreme Erfahrung – und wie sie ihr Leben verändert hat.

Kate Walsh (49) wurde als TV-Ärztin bei "Grey's Anatomy" berühmt, erhielt dann sogar ihre eigene Arzt-Serie "Private Practice". Im wahren Leben musste sie vor zwei Jahren nach einer Schock-Diagnose selbst ins Krankenhaus: Sie hatte einen Gehirntumor.

Rechtsdrall und extreme Erschöpfung

Die ganze Geschichte erzählte sie nun ausführlich der amerikanischen "Cosmopolitan". Demnach hatte der Tumor bereits die Größe einer Zitrone. Ohne ihren Pilates-Trainer wäre es ihr vielleicht viel zu spät aufgefallen. Der machte sie darauf aufmerksam, dass ihre rechte Seite etwas "hing".

Ein Knoten in der Brust hat Mirjas Sicht auf das Leben komplett verändert.

"Es hat sich nicht so angefühlt, aber wenn ich an mir herunter geguckt habe, konnte ich es auch sehen. Und wenn ich Auto gefahren bin, hatte ich immer wieder einen Rechtsdrall", sagte sie nun im Interview mit der Frauenzeitung.

Zu den Symptomen kam auch eine extreme Erschöpfung, die Walsh aber ihrem krassen Arbeitspensum – 80 Stunden pro Woche – zuschrieb. Erst, als sie ihre Gedanken und Sätze nicht mehr zu Ende bringen konnte, war sie alarmiert genug, um sich untersuchen zu lassen.

"Als die Ärzte mir die Diagnose mitteilten, fühlte ich mich, als würde ich meinen Körper verlassen", so Walsh über den Moment der Diagnose.

Im Roboter-Modus

Schon drei Tage später wurde der fünf Zentimeter große Tumor operativ entfernt. "So beängstigend die Situation auch war, ich war in einer Art Roboter-Modus."

Nach der OP änderte sie ihr Leben, verordnete sich selbst eine neunmonatige Pause, um sich vollkommen auf ihre Erholung zu fokussieren.

"Ich liebe es, hart zu arbeiten und 800 Dinge gleichzeitig zu tun, und es war eine gute Lektion, mich vollkommen dem Heilungsprozess zu verschreiben."

Weniger Arbeit, genug Schlaf

Seitdem achtet der Workaholic viel mehr auf sich: "Die Gesundheit kommt zuerst und danach musste ich mein Leben ändern. In meiner Branche ist es nicht ungewöhnlich, 17 Stunden pro Tag zu arbeiten, deshalb war es eine Herausforderung. Aber jetzt weiß ich, dass ich unbedingt sieben oder acht Stunden Schlaf brauche." (mia)


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