Frodo, Sam, Gandalf und Co.: Das machen die "Herr der Ringe"-Stars heute

Sean Astin feiert am 25. Februar seinen 50. Geburtstag. Noch immer ist er vor allem für seine Rolle des Sam in der "Herr der Ringe"-Trilogie bekannt. Doch was wurde eigentlich aus all den Hobbits, Elben, Zwergen und Menschen? Wir werfen einen Blick auf die Karrieren der Darsteller nach der Mittelerde-Trilogie. © 1&1 Mail & Media/spot on news

Sean Astin ist seit dem Ende der Mittelerde-Saga weiter im Film- und Seriengeschäft tätig. Unter anderem war er in "50 erste Dates" (2004), "Klick" (2006), "Law & Order" (2008) und "Die Hexen von Oz" (2011) zu sehen. Seine Rolle als Bob Newby in der Netflix-Hit-Serie "Stranger Things" gehört bislang zu seinen größten Erfolgen nach "Der Herr der Ringe".
Elijah Wood spielte in der "Herr der Ringe"-Trilogie den Hobbit Frodo Beutlin, der den "einen Ring" von seinem Onkel Bilbo Beutlin erbt. Zusammen mit seinen acht Gefährten macht er sich auf den Weg nach Mordor, um den Ring der Macht im Feuer des Schicksalsbergs zu zerstören.
Zwar war Elijah Wood bereits als Kind schauspielerisch aktiv, doch seinen internationalen Durchbruch schaffte er erst als Frodo. 2012 schlüpfte er für "Der Hobbit: Eine unerwartete Reise" erneut in diese Rolle, spielte jedoch auch in anderen Hollywood-Blockbustern wie "Sin City" (2005), "Maniac" (2012) oder "The Last Witch Hunter" (2015) mit. Zudem war er in verschiedenen Serien zu sehen.
Meriadoc "Merry" Brandybock wurde von Dominic Monaghan gespielt. Er ist für einen Hobbit ungewöhnlich abenteuerlustig und mutig. Merry begleitet Frodo bis nach Bruchtal zu den Elben und darüber hinaus. Dank seines Muts wird er von König Théoden zum Knappen Rohans ernannt.
Auch nach der Trilogie konnte Dominic Monaghan weitere Rollen ergattern. 2009 spielte er in "X-Men Origins: Wolverine" mit, 2019 in "Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers". Er war außerdem als Charlie Pace Teil der Hitserie "Lost" (Bild, mit Terry O. Quinn) und gehörte bis 2008 drei Staffeln lang zum Cast.
Frodos Ziehvater Bilbo Beutlin wird von Ian Holm dargestellt. Er spielt in der Vorgeschichte zu "Der Herr der Ringe" eine wichtige Rolle. So findet er in "Der Hobbit" den Ring, geht mit Gandalf auf Schatzsuche und vermacht das machtvolle Schmuckstück am Ende seinem Neffen Frodo.
Ian Holm kann auf eine beachtliche Karriere zurückblicken. Sowohl vor als auch nach "Der Herr der Ringe" stand er vor der Kamera. 2004 war er in Roland Emmerichs Katastrophenfilm "The Day After Tomorrow" zu sehen, im folgenden Jahr übernahm er eine Rolle in Martin Scorseses Film "Aviator" (2004, im Bild mit Leonardo DiCaprio). Ian Holms markante Stimme ist vor allem in Großbritannien sehr bekannt, da er auch als Erzähler, Kommentator und Sprecher von Dokumentationen bekannt ist.
Zuletzt wirkt Holm an den "Der Hobbit"-Filmen von Peter Jackson mit. Am 19. Juni 2020 verstarb er im Alter von 88 Jahren. Wie sein Agent erklärte, litt Holm seit Jahren an Parkinson und starb an den Folgen der Erkrankung.
Das Geschöpf Gollum ist "ein schleichendes Scheusal", wie Samweis es einmal treffend beschreibt. In ihm wohnen zwei Persönlichkeiten: Sméagol und Gollum, der eine friedfertig, der andere verkommen. Er versucht verzweifelt, den Ring von Frodo zurückzubekommen und ist mal Freund, mal Feind auf der großen Reise nach Mordor.
Gollum-Darsteller Andy Serkis ging so in seiner Rolle auf, dass er anschließend das Buch "Gollum. Auf die Leinwand gezaubert" schrieb, worin er von der Rolle und den Motion-Capture-Arbeiten erzählt. Weitere große Erfolge konnte Serkis anschließend mit den Filmen "King Kong" (2005), in dem er erneut als Bewegungsmodell diente, und als Capricorn in "Tintenherz" (2008) feiern. 2012 wurde er für "Der Hobbit: Eine unerwartete Reise" wieder zum "schleichenden Scheusal". Als Oberster Anführer Snoke war er außerdem in den "Star Wars"-Episoden VII, VIII und IX zu sehen.
Den großen Zauberer Gandalf und Hobbit Frodo verbindet eine enge Freundschaft. Er wird im Laufe der Trilogie von Gandalf, dem Grauen zu Gandalf, dem Weißen.
Schon vor "Der Herr der Ringe" war Gandalf-Darsteller Sir Ian McKellen ein bekannter Film- und Theaterschauspieler. Seine Präsenz auf der Kinoleinwand konnte er danach unter anderem als X-Men-Kontrahent Magneto in zahlreichen Verfilmungen ausbauen. In den drei "Hobbit"-Verfilmungen schlüpfte er wiederum in Mantel und Spitzhut. Mit 81 Jahren ist für McKellen noch lange nicht Schluss: Zuletzt war er in der Musical-Verfilmung "Cats" zu sehen.
Während Viggo Mortensen zunächst als Waldläufer Streicher auf den Plan tritt, gibt er sich bald als Aragorn, Thronerbe von Gondor, zu erkennen. Mit seiner Tapferkeit und Güte ist er ein treuer Gefährte und Anführer im Kampf gegen Sauron und die Orks.
Der dänisch-US-amerikanische Schauspieler ist für seine sorgfältige Rollenauswahl bekannt. Das mag ein Grund sein, warum er nur in ausgewählten Filmen zu sehen ist. Die Sorgfalt hat sich ausgezahlt: Für seine Performances in "Tödliche Versprechen – Eastern Promises" (2007), "Captain Fantastic - Einmal Wildnis und zurück" (2016) und "Green Book - Eine besondere Freundschaft" (2018) war Mortensen jeweils für den Oscar als bester Hauptdarsteller nominiert. 2020 erschien sein Regiedebüt "Falling".
Zwar war Sean Bean nur im Auftakt der Triologie "Der Herr der Ringe - Die Gefährten" zu sehen. Doch er ist als Boromir, dem Heerführer von Gondor, ein wichtiger Teil der Gemeinschaft. Auch wenn er zwischenzeitlich ins Wanken gerät, erweist er sich als treuer Freund.
Sean Bean ist auch nach dem frühen Ausstieg aus der Filmreihe weiterhin sehr gefragt. Unvergessen bleibt seine Rolle als Ned Stark in "Game of Thrones" (2011). Neben Auftritten in Filmen wie "Jupiter Ascending" (2015) und "Der Marsianer – Rettet Mark Watney" (2015) ist er in den letzten Jahren vor allem in Serien präsent, darunter "The Frankenstein Chronicles" (2015, 2017).
Legolas ist ein Elb und als solcher ein Meister mit Pfeil und Bogen. Wegen der uralten Fehde zwischen Elben und Zwergen gerät er immer wieder mit dem Zwerg Gimli aneinander. Doch unter der Oberfläche verbindet die beiden eine enge Freundschaft.
Kurz nach Ende der Mittelerde-Trilogie tauschte Orlando Bloom seine Elbenkluft gegen ein Piratendress und stach in "Pirates of the Caribbean" in See. Für die letzten beiden "Hobbit"-Verfilmungen schlüpfte er aber wieder in die Rolle des Elbenprinzen aus dem Düsterwald. Seitdem war er in der Komödie "Elizabethtown" (2005) neben Kirsten Dunst zu sehen und glänzte neben Christoph Waltz in "Die drei Musketiere" (2011). Aktuell sorgt er vor allem mit seiner Beziehung zu Sängerin Katy Perry für Schlagzeilen.
Der ungehobelte Zwerg Gimli hat das Herz am rechten Fleck. Mit seiner Axt steht er Frodo als Gefährte im Kampf gegen Sauron bei. Zudem freundet er sich auf der Reise insbesondere mit dem Elben Legolas an.
John Rhys-Davies spielte in den 1980er Jahren in gleich zwei "Indiana Jones"-Filmen mit. Auch in einem James-Bond-Film war er schon zu sehen: "James Bond 007 - Der Hauch des Todes" (1987). In den letzten Jahren war er unter anderem in der Serie "The Shannara Chronicles" (2016) zu sehen. Zuletzt spielte der 76-Jährige vermehrt in kleineren Produktionen mit.