Frodo, Gandalf und Co.: Das machen die "Herr der Ringe"-Stars heute

Elijah Wood feierte mit der "Der Herr der Ringe"-Trilogie seinen internationalen Durchbruch. 2003 erschien der letzte Teil der Mittelerde-Saga rund um Frodo, Gandalf und Co. Doch was ist eigentlich aus den Hobbits, Elben, Zwergen, Menschen und Zauberern geworden? Anlässlich von Woods 39. Geburtstag am 28. Januar 2020 werfen wir einen Blick auf die Karrieren der Hauptdarsteller. © spot on news

Zwar war Elijah Wood bereits als Kind schauspielerisch aktiv, doch seinen internationalen Durchbruch schaffte er erst als Frodo in "Der Herr der Ringe: Die Gefährten" (2001). 2012 schlüpfte er für "Der Hobbit: Eine unerwartete Reise" erneut in diese Rolle, spielte jedoch auch in anderen Hollywood-Blockbustern wie "Sin City" (2005), "Maniac" (2012) oder "The Last Witch Hunter" (2015) mit. Aktuell steht er für "L.A. Rush" vor der Kamera.
Sean Astin übernahm in "Der Herr der Ringe" die Rolle des gutmütigen Samweis Gamdschie. Er ist Gärtner bei den Beutlins, liebt es - wie alle Hobbits - zu schlemmen und wird Frodos treuer Begleiter auf der Reise nach Mordor.
Genau wie sein Kollege Elijah Wood ist Sean Astin nach dem Ende der Mittelerde-Saga dick im Geschäft. Es verging seitdem kaum ein Jahr, in dem der Schauspieler nicht aktiv vor der Kamera stand. Unter anderem war er in "50 erste Dates" (2004), "Klick" (2006), "Law & Order" (2008), "Die Hexen von Oz" (2011) und "Stranger Things" (2017) zu sehen.
Meriadoc "Merry" Brandybock wurde von Dominic Monaghan gespielt. Er ist für einen Hobbit ungewöhnlich abenteuerlustig und mutig. Merry begleitet Frodo bis nach Bruchtal zu den Elben und darüber hinaus. Dank seines Muts wird er von König Théoden zum Knappen Rohans ernannt.
Auch nach der Trilogie konnte Dominic Monaghan weitere Rollen ergattern. 2009 spielte er in "X-Men Origins: Wolverine" mit, 2019 sogar in "Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers". Er war als Charlie Pace Teil der Hitserie "Lost" (Bild, mit Terry O. Quinn) und gehörte bis 2008 drei Staffeln lang zum Cast.
Peregrin "Pippin" Tuk ist der jüngste von Frodos Gefährten, der sich mit ins lebensgefährliche Abenteuer wagt. Er komplettiert als vierter Hobbit die Vertreter aus dem Auenland und wird sich später in der Geschichte besonders in der Schlacht von Gondor verdient machen.
Gespielt wurde er von Billy Boyd. An den ganz großen Erfolg von "Der Herr der Ringe" konnte er danach nicht anknüpfen. Neben Filmen stand er zuletzt für TV-Serien wie "Outlander" (2018) und "Grey’s Anatomy" (2019) vor der Kamera. Ein weiteres großes Standbein ist die Musik. Für "Der Hobbit: Die Schlacht der fünf Heere" schrieb und performte der Schotte den Song "The Last Goodbye", der im Abspann zu hören ist. Für den Soundtrack von "Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs" steuerte er außerdem den Song "The Edge of Night" bei.
Frodos Ziehvater Bilbo Beutlin wird von Ian Holm dargestellt. Er spielt in der Vorgeschichte zu "Der Herr der Ringe" eine wichtige Rolle. So findet er in "Der Hobbit" den Ring, geht mit Gandalf auf Schatzsuche und vermacht das machtvolle Schmuckstück am Ende seinem Neffen Frodo.
Ian Holm kann auf eine beachtliche Karriere zurückblicken. Sowohl vor als auch nach "Der Herr der Ringe" stand er vor der Kamera. 2004 war er in Roland Emmerichs Katastrophenfilm "The Day After Tomorrow" zu sehen, im folgenden Jahr übernahm er eine Rolle in Martin Scorseses Film "Aviator" (2004, im Bild mit Leonardo DiCaprio). Ian Holms markante Stimme ist vor allem in Großbritannien sehr bekannt, da er auch als Erzähler, Kommentator und Sprecher von Dokumentationen bekannt ist.
Das Geschöpf Gollum ist "ein schleichendes Scheusal", wie Samweis es einmal treffend beschreibt. In ihm wohnen zwei Persönlichkeiten: Sméagol und Gollum, der eine friedfertig, der andere verkommen. Er versucht verzweifelt, den Ring von Frodo zurückzubekommen und ist mal Freund, mal Feind auf der großen Reise nach Mordor.
Den großen Zauberer Gandalf und Frodo verbindet eine enge Freundschaft. Er wird im Laufe der Trilogie von Gandalf, dem Grauen zu Gandalf, dem Weißen.
Schon vor "Der Herr der Ringe" war Sir Ian McKellen ein bekannter Film- und Theaterschauspieler. Seine Präsenz auf der Kinoleinwand konnte er jedoch unter anderem als X-Men-Kontrahent Magneto in zahlreichen Verfilmungen ausbauen. In den drei "Hobbit"-Verfilmungen schlüpfte er wiederum in Mantel und Spitzhut. Mit 80 Jahren ist für McKellen noch lange nicht Schluss: Zuletzt war er in der Musical-Verfilmung "Cats" zu sehen.
Während Viggo Mortensen zunächst als Waldläufer Streicher auf den Plan tritt, gibt er sich bald als Aragorn, Thronerbe von Gondor, zu erkennen. Mit seiner Tapferkeit und Güte ist er ein treuer Gefährte und Anführer im Kampf gegen Sauron und die Orks.
Der dänisch-US-amerikanische Schauspieler ist für seine sorgfältige Rollenauswahl bekannt. Das mag ein Grund sein, warum er nur in ausgewählten Filmen zu sehen ist. Die Sorgfalt hat sich ausgezahlt: Für seine Performances in "Tödliche Versprechen – Eastern Promises" (2007), "Captain Fantastic - Einmal Wildnis und zurück" (2016) und "Green Book - Eine besondere Freundschaft" (2018) war Mortensen jeweils für den Oscar als bester Hauptdarsteller nominiert.
Zwar war Sean Bean als Boromir nur im Auftakt "Der Herr der Ringe - Die Gefährten" zu sehen. Doch er war als Boromir, dem Heerführer von Gondor, ein wichtiger Teil der Gemeinschaft. Auch wenn er zwischenzeitlich ins Wanken gerät, erweist er sich als treuer Freund.
Sean Bean ist auch nach dem frühen Ausstieg aus der Filmreihe sehr gefragt geblieben. Unvergessen bleibt seine Rolle als Ned Stark in "Game of Thrones" (2011). Neben Auftritten in Filmen wie "Jupiter Ascending" (2015) und "Der Marsianer – Rettet Mark Watney" (2015) ist er in den letzten Jahren vor allem in Serien präsent, darunter "The Frankenstein Chronicles" (2015, 2017).
Legolas ist ein Elb und als solcher ein Meister mit Pfeil und Bogen. Wegen der uralten Fehde zwischen Elben und Zwergen gerät er immer wieder mit dem Zwerg Gimli aneinander. Doch unter der Oberfläche verbindet die beiden eine enge Freundschaft.
Kurz nach Ende der Mittelerde-Trilogie tauschte Orlando Bloom seine Elbenkluft gegen ein Piratendress und stach in "Pirates of the Caribbean" in See. Für die letzten beiden "Hobbit"-Verfilmungen schlüpfte er aber wieder in die Rolle des Elbenprinzen aus dem Düsterwald. Seitdem war er in der Komödie "Elizabethtown" (2005) neben Kirsten Dunst zu sehen und glänzte neben Christoph Waltz in "Die drei Musketiere" (2011).
Der ungehobelte Zwerg Gimli hat das Herz am rechten Fleck. Mit seiner Axt steht er Frodo als Gefährte im Kampf gegen Sauron bei. Mit Legolas trägt er auf der Reise einen Wettstreit darüber aus, wer mehr Orks erledigt.
John Rhys-Davies spielte in den 1980er Jahren in gleich zwei "Indiana Jones"-Filmen mit. Auch in einem James-Bond-Film war er schon zu sehen: "James Bond 007 - Der Hauch des Todes" (1987). In den letzten Jahren war er unter anderem in der Serie "The Shannara Chronicles" (2016) zu sehen. Zuletzt spielte der 75-Jährige eine Rolle im Kinofilm "Valley of the Gods" (2019).