Ferdinand Piëch und Karl Lagerfeld: Die kuriosen Testamente der Stars

Um das Vermögen des verstorbenen Ferdinand Piëch zu bekommen, darf seine Frau nicht wieder heiraten. Doch der Ex-VW-Chef ist nicht der Einzige mit einem besonderen letzten Willen. Auch andere Stars haben ungewöhnliche Wünsche oder Verfügungen.

Ferdinand Piëch ist im Alter von 82 Jahren gestorben. Sein Vermögen wird auf etwa 1,1 Milliarden Euro geschätzt. Der Nachlass wird über zwei Stiftungen geregelt. An der Spitze von einer steht seine Frau Ursula. Diese bekommt einen beträchtlichen Anteil des Geldes, allerdings nur unter einer Bedingung:
Ferdinand Piëchs Frau verliert ihren Sitz in der Stiftung, wenn sie sich von dem Ex-VW-Chef getrennt hätte oder nach seinem Tod erneut heiratet. Tritt dieser Fall ein, bekommt sie auch nichts mehr vom Erbe.
Wer genau die Millionen des im Februar verstorbenen Modezars Karl Lagerfeld erben wird, ist noch nicht bekannt. Seine Katze Choupette wird aber wohl einen großen Anteil bekommen. Es gilt als unwahrscheinlich, dass seine drei leiblichen Verwandten, die Kinder seiner bereits verstorbenen Schwester, mit einen Anteil am auf etwa 400 Millionen Euro geschätzten Vermögen bedacht werden.
Janis Joplin hatte ihr Testament geregelt: Das Vermögen ging an ihre Eltern und Geschwister. Eine ungewöhliche Klausel fand sich in dem letzten Willen aber auch. Berichten zufolge soll sie etwa 2.500 Dollar für eine große Feier nach ihrem Tod vorgesehen haben.
Die amerikanische Hotel- und Immobilienbesitzerin Leona Helmsley verstarb im Jahr 2007. Haupterbe wurden aber nicht etwa die Kinder ihres verstorbenen Sohnes, sondern ihr Hund. Der bekam etwa zwölf Millionen Dollar. Zwei ihrer Enkelkinder bedachte sie mit jeweils fünf Millionen. Allerdings nur, wenn sie sich um das Grab ihres Vaters kümmern würden. Die zwei anderen Enkelkinder gingen laut Testament leer aus.
Schauspielerin Farrah Fawcett verteilte ihr Erbe ebenfalls ungewöhnlich. Ihr langjähriger Partner Ryan O' Neal wurde in ihrem Testament nämlich gar nicht bedacht. Stattdessen teilte sie ihr Geld zwischen ihrem Sohn, Vater, Neffen und - ihrem Ex-Liebhaber auf.
Der US-Comedian Jack Benny, der im Jahr 1974 starb, verfügte in seinem Testament, dass seiner Frau bis zu ihrem Tod jeden Tag eine Rose geliefert wird.
Bill Gates ist erst 62, doch er spricht jetzt schon offen darüber, wie er sein Geld nach seinem Tod verteilen möchte. "Meine Frau und ich glauben, dass man seinen Kindern keinen Gefallen erweist, wenn man sie mit Geld überschüttet, das sie nicht selbst verdient haben", erklärte er laut "Bild". Einen Großteil seines Vermögens möchte der Unternehmer spenden.