Wie heißt es so schön: Aller guten Dinge sind drei. Das gilt auch für Björn Beton, König Boris und Doktor Renz, die seit über 20 Jahren als Fettes Brot die Bühnen unsicher machen. Mitte der 90er-Jahre prägte das Trio maßgeblich die deutsche Hip-Hop-Szene und gehörte zusammen mit den Fantastischen Vier zu den Vorreitern des Genres. Doch Fettes Brot konnten und wollten sich nie auf nur eine Musikrichtung festlegen und entwickelten im Laufe der Zeit einen eigenen und unverkennbaren Stil. Nach einer etwas längeren Bandpause melden sich die Wahlhamburger nun mit ihrem neuen Studioalbum "3 is ne Party" zurück, das genau das hält, was der Titel verspricht.

Denn Fettes Brot traten mit ihrer siebten Platte die Flucht nach vorne an: 2008 veröffentlichten die drei Rapper die überaus erfolgreiche Single "Bettina, zieh' Dir bitte etwas an" - ein Song, der auf einmal auf keiner Party fehlen durfte. Zwar hielten die drei Musiker immer die Waage zwischen humoristischen und ernsten Tracks, aber die Fans verlangten nun mehr Nummern zum Abgehen und Abfeiern. Und davon sollen sie auf "3 is ne Party" mehr als genug bekommen.

Party – ohne Tiefgang

Der basslastige Opener "Wackelige Angelegenheit" gibt die Richtung des Albums vor: die Lautstärkeregler aufgedreht und ab dafür! Funkiger, aber nicht weniger partytauglich sind die Tanzhymnen "Toten Manns Disco" und das groovende "Mehr Gefühl". Und mit "Josephine #Schreibaby" führen Fettes Brot konsequent ihre "Mädels"-Songs "Emanuela", "Schwule Mädchen" und "Bettina" fort.

So schmissig und feierwütig das ganze Album auch ist, so belanglos wirken die 13 Songs aber auch. Der ganz große Wortwitz der vergangenen Platten fehlt über weite Strecken, und bis auf die neue Single "Echo" gibt es auf "3 is ne Party" keinerlei Verschnaufpausen. Für eine richtig gute Sause mit Freunden in den eigenen vier Wänden funktioniert das Album einwandfrei. Dennoch schmeckte Fettes Brot, so platt der Spruch auch sein mag, früher irgendwie besser.

Note: akzeptabel