Er kombiniert Männer- und Frauenmode und entwickelt eine neue Ästhetik von Mode. Tim Labenda ist Geheimfavorit bei "Fashion Hero", der Modeshow von ProSieben. Wir haben mit dem jungen Designer über Mode, die Show und Claudia Schiffer gesprochen.

"Fashion Hero" geht in wenigen Wochen zu Ende. Was hat Ihnen die Show gebracht?

Tim Labenda: "Fashion Hero" gibt mir in erster Linie die Möglichkeit, weiter an meiner eigenen Kollektion arbeiten zu können. Außerdem habe ich durch die Show auch Christiane Arp, Chefredakteurin der deutschen "Vogue", kennengelernt. Ohne die Sendung hätte ich Frau Arp wohl erst mal nicht treffen können.

Sie haben bei Hugo Boss eine Ausbildung zum Herrenschneider gemacht, in New York und Wien bei großen Modeunternehmen gearbeitet: Warum haben Sie sich überhaupt bei "Fashion Hero" beworben?

Man konnte sich nicht bei "Fashion Hero" bewerben. Man musste angefragt werden. Das ist aufgrund der Preise, die ich in der Vergangenheit für meine Kollektionen bekommen habe, geschehen. Die Entscheidung mitzuwirken habe ich getroffen, weil ich denke, dass es eine Möglichkeit ist, gutes Design zum kleinen Preis anbieten zu können. So wie Cos zum Beispiel oder die Designer Collaborations von H&M.

Was hat Ihnen besonders gut an dem Konzept der Show gefallen?

Die Möglichkeit, das deutsche Publikum in Sachen Mode in einer gewissen Art erziehen zu können.

Die Sendung kam beim Fernsehpublikum nicht an. Woran liegt es?

Ich denke, es liegt daran, dass die Sendung auf eine sehr spezielle Zuschauergruppe zugeschnitten ist. Der Durchschnittsdeutsche kann ja mit Mode im Generellen nicht viel anfangen.

Dennoch gibt es sicher Sachen, die Sie aus der Sendung mitnehmen, oder?

Selbstverständlich! Tolle Kontakte und natürlich einen guten Start für weitere Kollektionen.

Claudia Schiffer ist Mentorin der Show. Erinnern Sie sich an das erste Kennenlernen mit ihr? Wie war das?

Das war spannend und normal zugleich. Sie ist herrlich unprätentiös.

Die Mentoren schätzen, dass Sie auf spielerische Weise männliche und weibliche Attribute der Mode kombinieren. Ist das Ihr Geheimrezept?

Ich würde sagen, es ist so etwas wie mein Grundkonzept, wenn ich so an eine Kollektion herangehe. Ich freue mich natürlich, dass es so super funktioniert.

Woher holen Sie sich Ihre Inspiration?

Aus dem Leben, der Liebe, den Menschen in meiner Umgebung, deren Bedürfnissen, Wünschen, Verlangen. Es geht doch immer darum, genau diese in einer Kollektion zu stillen und die Möglichkeit nach Befriedigung zu geben.

Ihre Stücke sind Verkaufsschlager. Was denken Sie, wenn Sie Menschen mit Ihren Kreationen auf der Straße begegnen?

Ich freue mich und denke mir, da hat aber jemand guten Geschmack. (lacht)

Was kommt nach "Fashion Hero", Herr Labenda?

Ich arbeite gerade mit meinem Team auf Hochtouren an der neuen Herbst- und Winter-Kollektion 2014/2015 und werde diese auch im Januar das erste Mal in Berlin vor Einkäufern präsentieren. Außerdem haben wir gerade unseren Online-Shop gelauncht mit einer speziellen limitierten "Made to Measure Collection", die nur dort erhältlich ist.