Achtung, Spoiler! Erwartet uns jetzt das cartooneske Massensterben? Zuerst haben die "Simpsons"-Macher den Tod einer Hauptfigur angekündigt, aber Seth MacFarlane kommt ihnen bei "Family Guy" zuvor: Familienhund Brian segnet das Zeitliche - offenbar endgültig.

"Family Guy"- und MacFarlane-Fans sind in Sachen politisch inkorrekter Humor so einiges gewohnt und schalten die Serie genau deswegen auch ein. Wenn es um den Tod eines Hauptdarstellers geht, verstehen sie aber keinen Spaß. Nachdem Brian Griffin in der Episode am Sonntag recht gründlich von einem Auto überfahren wurde und tatsächlich starb (hier geht's zum Video), konnten es die Zuschauer nicht fassen und entfachten einen kleinen Wiederaufstehungs-Shitstorm (beispielsweise nachzulesen auf der offiziellen Facebook-Seite der Show).

Heute läuft die 500. Folge der Serie. Diese Promis waren schon dabei.

Ändern wird das aber wohl nichts. Der Produzent der Serie, Steve Callaghan, steht laut einem Interview mit "eonline.com" voll hinter der Entscheidung. "Das war eine Idee der Autoren und irgendwie haben wir Gefallen daran gefunden, weil es eine interessante Möglichkeit ist, mal frischen Wind reinzubringen." Es habe am Ende den Hund getroffen, weil "es noch traumatischer gewesen wäre, eines der Kinder zu verlieren". Ob das die Fans wohl genauso sehen?

Kommt Brian Griffin zurück?

Die fragten sich nämlich sofort, ob sich die Macher tatsächlich trauten, zukünftig auf einen der beliebtesten Charaktere zu verzichten und machten sich Gedanken, wie die Sache weitergehen könnte. Ein einfacher Weg, den Hund zurückzubringen, wäre Stewies Zeitmaschine gewesen. Die ist allerdings nicht funktionstüchtig. Andere Fans wiederum schlugen vor, Brian könne ja als Zombie zurückkehren. Angesichts der Zombifizierung von Kino und TV in den letzten Jahren vielleicht keine ganz abwegige Idee. Zudem wäre es interessant, was bei "Family Guy" aus dem Untoten-Trend werden könnte, der sich mittlerweile schon fast wieder abgenutzt hat.

Momentan sieht es aber nicht danach aus, dass Brian zurückkehrt. Immerhin ist mit dem neuen Hund Vinny (im Original gesprochen von "Sopranos"-Darsteller Tony Sirico) schon ein Nachfolger bei den Griffins eingezogen. Der hat laut "deadline.com" bislang zwar nur einen Vertrag über sechs Folgen. Möglicherweise will man seitens der Produzenten aber auch einfach nur schauen, wie sich der neue Hund bei den Fans so schlägt.

Tod einer Hauptfigur - wirklich ein Problem?

Und wer weiß, vielleicht ist auch alles nicht so schlimm, wie viele Fans befürchten. Auch bei den "Simpsons" ist schließlich der Tod einer Hauptfigur angekündigt - wer das sein könnte, ist allerdings noch nicht bekannt. Und wer Serien wie "Game of Thrones" oder "Breaking Bad" schaut, ist mit überraschend aus dem Leben scheidenden Hauptcharakteren ohnehin bestens vertraut.