Ewan McGregor wird 50: Zu Obi-Wan Kenobi sagte er Ja, zu James Bond Nein

"Trainspotting", "Moulin Rouge", "Star Wars": Ewan McGregor war bereits in vielen Blockbustern zu sehen. Eine berühmte Rolle lehnte der Schotte, der am 31. März 50 Jahre alt wird, jedoch ab: die des MI6-Agenten James Bond. Geschadet hat es ihm nicht, wie ein fotografischer Rückblick auf seine Karriere beweist. © 1&1 Mail & Media/spot on news

Ewan McGregor kam Ende März 1971 in der schottischen Kleinstadt Perth zur Welt. Nach seinem Schulabschluss lockte ihn mit 19 Jahren ein Schauspiel-Workshop in die Hansestadt Hamburg, wo er in dem Shakespeare-Stück "Wie es euch gefällt" mitspielte. Das Foto zeigt ihn im Jahr 1996.
Anschließend ging McGregor zurück nach Großbritannien, um an einem Theater in seiner Heimatstadt zu arbeiten. Dabei blieb es nicht, denn die Londoner Guildhall School of Music and Drama lockte das Nachwuchstalent.
Statt seinen Abschluss zu machen, brach der Schotte (l.) die Ausbildung jedoch ab und nahm stattdessen erste Rollen beim Fernsehen an. 1993 folgte sein erster Auftritt in einem Kinofilm - "Being Human". Sein erster wirklicher Erfolg wurde jedoch "Kleine Morde unter Freunden" (1994, Foto), ein Film des späteren Oscargewinners Danny Boyle ("Slumdog Millionär").
Es folgten einige Filme, die weniger erfolgreich waren - unter anderem "Lebe lieber ungewöhnlich" (1997, Foto), eine erneute Zusammenarbeit mit Danny Boyle. Darin war Ewan McGregor neben Cameron Diaz zu sehen.
Kurz vor der Jahrtausendwende entschied der Schauspieler dann ein Casting für sich, das sein Leben für immer verändern sollte. In "Star Wars: Episode I – Die dunkle Bedrohung" verkörperte er 1999 zum ersten Mal den legendären Jedi Obi-Wan Kenobi. Im ersten Teil der Saga von George Lucas spielte er neben Liam Neeson als Qui-Gon Jinn (l.) und Jake Lloyd als junger Anakin Skywalker (2.v.l.) - und auch R2-D2 durfte nicht fehlen.
Auf die Rolle festlegen lassen wollte sich Ewan McGregor allerdings nicht. Stattdessen blieben seine Auftritte vielfältig. In "Black Hawk Down - Kein Mann bleibt zurück" von Ridley Scott spielte er 2001 einen amerikanische Elitesoldaten, der nach Somalia geschickt wird. Neben ihm mit von der Partie: Josh Hartnett und Eric Bana.
Im selben Jahr bewies der Mime zudem sein musikalisches Talent. In "Moulin Rouge" von Regisseur Baz Luhrmann sang er sich neben Nicole Kidman in die Herzen der Kino-Fans.
Neben dem Musicalfilm selbst wurde auch der dazugehörige Soundtrack - inklusive des Pop-Hits "Lady Marmelade" - zum absoluten Kassenschlager.
2002 folgte Teil zwei der damals "neuen" "Krieg der Sterne"-Trilogie: "Star Wars: Episode II - Angriff der Klonkrieger". Dafür standen zum ersten Mal auch Hayden Christensen (l.) als herangewachsener Anakin Skywalker und Natalie Portman (M.) als Padmé Amidala mit McGregor vor der Kamera.
2003 folgte ein weiterer hochgelobter Film - und eine Zusammenarbeit mit Regie-Ass Tim Burton. In "Big Fish" spielt McGregor Ed Bloom, der in seinem Leben das ein oder andere Abenteuer erlebt und seinem eher nüchtern veranlagten Sohn später äußerst fantasievoll davon erzählt. Wie in vielen Tim-Burton-Streifen spielte auch Helena Bonham Carter mit.
Der große Hollywood-Erfolg hielt Ewan McGregor allerdings nicht davon ab, weiter auch Independent-Filme zu drehen. Mit Tilda Swinton spielte er 2003 beispielsweise in dem schottischen Werk "Young Adam" von Filmemacher David Mackenzie - eine Rolle, die ihm weiteren Respekt und Lob einbrachte.
Ewan McGregor ist aber nicht nur als Schauspieler ein echter Tausendsassa, sondern auch als Privatperson an vielen Dingen interessiert. 2004 erfüllte er sich mit seinem Kollegen und Freund Charley Boorman (r.) einen Lebenstraum. Gemeinsam fuhren sie von London aus über Russland, Kasachstan, die Mongolei, Alaska und Kanada ...
... in die USA bis nach New York City. Das Abenteuer konnten die TV-Zuschauer später im Rahmen der Doku-Serie "Long Way Round" nachverfolgen. 2007 zogen McGregor und Boorman erneut mit ihren heißen Öfen los - dieses Mal von Schottland bis nach Südafrika. Der Titel: "Long Way Down" - eine Hommage an Autor Nick Hornby?
Zuvor feierte der schottische Star aber einen weiteren Blockbuster-Erfolg. In "Star Wars: Episode III - Die Rache der Sith" (2005), seinem bislang letzten Auftritt als Jedi, wendet sich Anakin (l.) gegen ihn und wird zu Darth Vader.
Anschließend soll McGregor (Foto: 2006) angeblich ein ganz besonderer Job angeboten worden sein: der des scheidenden James-Bond-Darstellers Pierce Brosnan. Bevor Daniel Craig die Rolle ergatterte, erteilte der smarte Brite den Produzenten Medienberichten zufolge eine Absage. Der Grund: McGregor wollte in keine Schublade gesteckt werden.
In "Der Ghostwriter" von Roman Polanski spielen Ewan McGregor und der Bond-Darsteller Pierce Brosnan Seite an Seite. Die Story: Ein Ghostwriter (McGregor) bekommt den Auftrag, die Autobiographie des ehemaligen britischen Premierministers Adam Lang (Brosnan) zu schreiben - eine Aufgabe, bei der es nicht mit rechten Dingen zugeht.
Statt von Brosnan den Bond zu übernehmen, widmete sich Ewan McGregor weiter den unterschiedlichsten Rollen. 2005 sah man ihn neben Scarlett Johansson in "Die Insel", 2006 neben Renée Zellweger in "Miss Potter" (Foto), und...
... 2008 neben Colin Farrell (r.) in dem Woody-Allen-Film "Cassandra's Traum". Darin lassen sich zwei Brüder mit Geldsorgen auf einen gefährlichen Deal ein.
In "Birds Of Prey" (2020) hat Harley Quinn (Margot Robbie) Joker den Laufpass gegeben und zerlegt mit der titelgebenden Girlgang die Unterwelt. Blöd nur, dass sie dem Schurken Black Mask (Ewan McGregor) näherkommt, als ihr lieb ist.
Demnächst wird Ewan McGregor erneut in seine wohl bekannteste Rolle schlüpfen - die des Jedimeisters Obi-Wan Kenobi. Für den Streamingdienst Disney+ soll eine eigene Serie entstehen. Ob wohl auch Yoda (l., Frank Oz) erneut darin auftaucht?