Patricia Blanco wollte mit einem Wutanfall gegen ihren Vater Roberto Blanco auf der Frankfurter Buchmesse die Ehre ihrer Mutter verteidigen. Diese peinliche Selbstinszenierung ging allerdings nach hinten los.

Andreas Maciejewski
Meine Meinung
von Andreas Maciejewski, Redakteur Unterhaltung

Dieser Eklat ist einfach nur zum Fremdschämen. Bei der Frankfurter Buchmesse stürmte Patricia Blanco am Samstag den Stand ihres Vaters Roberto Blanco und beschimpfte den Schlagersänger heftig. Es ging sogar so weit, dass der Sicherheitsdienst Patricia abführen musste.

Mit dabei: ein Kamerateam, das all diese Szenen festhielt. Mitgebracht von Patricia Blanco.

Roberto Blanco ist kein Unschuldslamm

Das Verhältnis zwischen Roberto und Patricia Blanco ist seit Längerem zerrüttet. Angeblich haben sich Vater und Tochter seit rund zwölf Jahren nicht gesehen.

Nun beschreibt der Schlagersänger in seiner neuen Biografie, dass er seiner Ex-Frau Mireille, Mutter von Patricia Blanco, alles andere als treu war.

Das soll auch der Auslöser des Wutanfalls von Patricia Blanco gewesen sein: Sie stört sich angeblich an den schlüpfrigen Enthüllungen ihres Vaters. Laut "Bild"-Zeitung schrie sie auf der Buchmesse: "Wie konntest du das meiner Mutter antun?"

Später sagte sie der Zeitung: "Ich habe meinem Vater die Meinung gesagt, weil ich die Ehre meiner Mutter und auch meine Ehre verteidigen musste."

Doch der Schuss ging nach hinten los. Ihrer Mutter hat Patricia Blanco mit dem öffentlich inszenierten Wutanfall keinen Gefallen getan.

Zwar hat Roberto Blanco schon vor Veröffentlichung seines Buches Details seiner Seitensprünge bekannt gegeben.

Der Eklat verursacht nun aber zusätzliche Aufmerksamkeit - und noch mehr Menschen erfahren, wie Roberto Blanco damals mit seiner Ex-Frau umging. Dafür kann sie sich bei ihrer Tochter bedanken.

Patrica Blancos peinliche Selbstinszenierung

Patricia Blanco hat wohl eher ihrem Vater einen Gefallen getan: Der Verkauf seiner Biografie dürfte durch den peinlichen Eklat angekurbelt werden. Frei nach dem altbekannten Prinzip: Auch schlechte PR ist gute PR.

Letztlich ging es Patricia Blanco wohl nicht darum, mit ihrem Vater abzurechnen. Oder die Ehre ihrer Mutter zu verteidigen. Ihr ging es schlichtweg nur um eine einzige Person: sich selbst.

Warum hätte sie sonst ein Kamerateam im Schlepptau gehabt? Patricia Blanco ist offenbar verzweifelt auf der Suche nach ein wenig Publicity. Das Dschungelcamp 2015 ist lange her, auch die Schlagzeilen um ihre extreme Gewichtsabnahme sind Schnee von gestern. Jetzt muss halt ein Eklat mit dem Herrn Papa her.

Was für eine peinliche Selbstinszenierung!