Wie passen leichtbekleidete Mädels und elektronische Geräte zusammen? Dem Deutschen Werberat zufolge überhaupt nicht. Micaela Schäfer, Gina-Lisa Lohfink, Jordan Carver und "Sexy Julia" werben für den Online-Discounthändler redcoon. Der Werberat findet die Werbe-Aktion nur "billig" und hat das Unternehmen gerügt.

Mit kurzen Hosen und einem drallen Ausschnitt laufen Micaela Schäfer, Gina-Lisa Lohfink, Jordan Carver und sexy Julia für einen Werbespot halb nackt durch das Dorf "Billig". Der Online-Discounthändler redcoon wirbt damit für elektronische Geräte. Ein absolutes No-Go für den Deutschen Werberat. Er hat das Unternehmen für seine Werbung gerügt.

Der Begriff "billig" falle in den Spots dem Kontrollgremium zufolge durchgehend mit sexuellen Anspielungen und sei somit doppeldeutig aufgeladen. Dadurch werde der Eindruck erweckt, dass Frauen generell "billig" und leicht verfügbar seien. Die Verbindung zwischen den "billigen Mädchen" und den zu vertreibenden Produkten sei rein künstlich.

Bereits im Vorfeld hatte das Gremium redcoon aufgefordert, die TV- und Internetspots zurückzuziehen, da Frauen darin als Sex-Objekte vorgeführt würden. Der Online-Händler weigerte sich. Wie es mit den Billig-Babes weitergeht, entscheidet jetzt die Selbstkontrollinstanz der deutschen Werbewirtschaft.

Für den Onlinehändler aus Aschaffenburg ist es nicht die erste Rüge. Bereits 2011 ist das Unternehmen wegen einer Anzeige mit einem Kühlschrank, in dem Leichenteile aufbewahrt wurden, getadelt worden. (akb)