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Daniel Küblböck: Sein Leben in Bildern

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Von
Julia Wolfer

Daniel Küblböck wird noch immer vermisst: Der 33-Jährige ist am frühen Morgen des 9. September 2018 auf einer Kreuzfahrt bei Neufundland über Bord gegangen. Die großangelegte Suche wurde inzwischen abgebrochen. Aufgrund der kalten Wassertemperaturen gibt es kaum mehr Hoffnung, Küblböck noch lebend zu finden. Es ist die dramatische Wendung eines Lebens in der Öffentlichkeit.

Am 27. August 1985 wird Daniel Küblböck im niederbayerischen Hutthurm bei Passau geboren. Nach seinem Hauptschulabschluss beginnt er 2001 zunächst eine Ausbildung als Kinderpfleger, doch diesen Beruf sollte er nie ausüben, denn ...
Am Ende belegt Küblböck bei der RTL-Castingshow "nur" den dritten Platz hinter Alexander Klaws und der Zweitplatzierten Juliette Schoppman.
Direkt nach DSDS veröffentlicht Küblböck seine erste Single "You Drive Me Crazy", die von Dieter Bohlen produziert wird. Damit schafft er es in Deutschland und Thailand an die Spitze der Charts. Das folgende Album "Positive Energie" hält sich zehn Wochen auf Platz 2.
Bislang hat Daniel Küblböck sechs Studioalben, fünf Live-Alben, eine Kompilation, 17 Singles sowie ein Weihnachtsalbum veröffentlicht. Insgesamt konnte er 2,2 Millionen Tonträger verkaufen.
2004 macht er bei der RTL-Show "Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!" mit. Auch hier landet Küblböck auf dem dritten Platz - hinter Costa Cordalis und Lisa Fitz. 2005 zieht er dann für rund eine Woche als Promi-Besucher ins "Big Brother"-Dorf ein.
2004 macht er Schlagzeilen, als er einem Lkw (dem vielzitierten Gurkenlaster) die Vorfahrt nimmt und einen Unfall verursacht. Küblböck wird dabei schwer verletzt. Da er zudem noch keinen Führerschein besitzt, wird er zu einer Geldstrafe von 25.000 Euro und acht Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt.
2007 dann der Imagewandel: Küblböck legt sein Image als Paradiesvogel ab und veröffentlicht neue Musik. Festlegen will er sich allerdings nie auf eine Musikrichtung. Neben Jazz nimmt er auch Chansons und Latin-Pop auf, er singt auf Deutsch, Bairisch, Englisch und Spanisch.
Das Geld aus seiner DSDS-Popularität investiert er clever: In Wegscheid bei Passau lässt er große Solaranlagen auf ein Sägewerk montieren. "Für mich hat sich das finanziell sehr gelohnt, ich habe die Investitionen locker wieder drin", sagt er 2011 der "Berliner Zeitung". Er sei jetzt Millionär.
2012 wird bekannt, dass ihn die damals 70 Jahre alte Immobilien-Millionärin Kerstin Elisabeth Kaiser adoptiert hat. Fortan heißt er offiziell Daniel Kaiser-Küblböck. Die ältere Dame ist eine lokale Größe auf Mallorca, wo er selbst eine Wohnung hat. Ab 2013 tritt er offiziell unter dem Namen Daniel Kaiser auf.
Küblböck nimmt 2015 an der achten Staffel von "Let's Dance" teil. Mit der Profitänzerin Otlile Mabuse belegt er den sechsten Platz, nachdem Juror Joachim Llambi seinen Auftritt in der neunten Sendung mit den Worten "Das war gar nichts!" kommentiert.
Im selben Jahr beginnt er eine Ausbildung am Europäischen Theaterinstitut Berlin (ETI). Das Gerücht, Küblböck sei an der Schule gemobbt worden, weist das Institut strikt zurück. 2016 tritt er in der ARD-Dokusoap "Verrückt nach Fluss" auf, danach ist er nicht mehr im TV zu sehen.
Am 9. September 2018 wird bekannt, dass Daniel Küblböck während einer Kreuzfahrt vor der Küste Neufundlands über Bord gegangen ist. Die großangelegte Suche wurde inzwischen abgebrochen. Es gibt kaum mehr Hoffnung, den 33-Jährigen noch lebend zu finden.