Die Sport-Welt ist in tiefer Trauer: der dreifache Schwergewichts-Weltmeister und „Sportler des Jahrhunderts“ Muhammad Ali ist tot. Das meldet der US-TV-Sender NBC unter Berufung auf einen Sprecher der Familie. Demnach verstarb Ali am Freitag (3. Juni) im Alter von 74 Jahren, nachdem er einen Tag zuvor wegen Atembeschwerden in ein Krankenhaus in seiner Heimatstadt Phoenix, im US-Bundesstaat Arizona, eingeliefert worden war.

Noch am Donnerstag hatte sein Sprecher Bob Gunnell in einem Statement mitgeteilt, dass keine ernste Gefahr für das Leben des ehemaligen Schwergewicht-Weltmeisters bestehe. Er bezeichnete Alis Zustand als stabil, der Aufenthalt im Krankenhaus sei nur von kurzer Dauer.

Am Freitag soll sich der Zustand des 74-Jährigen allerdings kontinuierlich verschlechtert haben. Seine Familie versammelte sich an seinem Krankenbett, um in seinen letzten Stunden bei ihm zu sein.

Ali litt seit rund 30 Jahren an der Parkinson-Krankheit. In der jüngsten Vergangenheit musste er sich mehrmals wegen Lungenentzündungen im Krankenhaus behandeln lassen.

Er wurde 1942 als Cassius Clay geboren, konvertierte aber Mitte der Sechziger Jahre zum Islam und gab sich den Namen Muhammad Ali. Die Weltkarriere des Boxers begann mit seinem Olympiasieg 1960 in Rom, 1964 wurde er erstmals Schwergewichts-Weltmeister. Den Titel verteidigte er jahrelang. In insgesamt 61 Kämpfen unterlag er nur fünf Mal und gilt bis heute als einer der bedeutendsten Boxer aller Zeiten. (rk)