(cze) - Im Januar 2011 starb die Erotikdarstellerin und "Big Brother"-Kandidatin Cora nach einer missglückten Brust-OP. Die Staatsanwaltschaft ermittelte wegen fahrlässiger Tötung, zu einer Verurteilung kam es jedoch nicht. Das könnte sich jetzt ändern.

Wie "Bild.de" berichtet, wird die an der Operation am 11. Januar 2011 beteiligte Narkoseärztin bald in einem Prozess aussagen und möglicherweise den Vorwurf der fahrlässigen Tötung einräumen. Dies habe der Rechtsanwalt der 56-Jährigen vor Kurzem in einem Brief an das Hamburger Landgericht angekündigt.

Die Hamburger Staatsanwaltschaft hatte nach dem Tod der damals 23-Jährigen gegen die Ärztin sowie den behandelnden Chirurgen Ermittlungen eingeleitet. Während das Verfahren gegen den Arzt wegen nicht ausreichenden Tatverdachts eingestellt wurde, wurde gegen die Anästhesistin im März 2012 schließlich Anklage erhoben. "Wir gehen davon aus, dass die fehlerhafte Behandlung der Ärztin den Tod der Patientin herbeigeführt hat", sagte damals der Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Ein Gutachten nach dem Tod von Carolin Wosnitza alias "Sexy Cora" war zu dem Schluss gekommen, dass bei der Narkose erhebliche Fehler bei der Beatmung gemacht worden waren, was zu einem Herzstillstand geführt hatte. Auch bei den Wiederbelebungsmaßnahmen war es demnach zu Problemen gekommen.

Laut "Bild.de" will die Ärztin nun einräumen, den Alarmton des Narkosebeatmungs-Gerätes vor der Operation nicht überprüft zu haben. Daher war dem Bericht zufolge der Herzstillstand zunächst nicht erkannt und die Reanimation zu spät eingeleitet worden. Wosnitza fiel ins Koma und verstarb neun Tage nach der OP, am 20. Januar 2011. Der Narkoseärztin drohen nun bis zu fünf Jahre Haft.