Euch kann man ja nicht zuhören!

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Heino ist in Wacken aufgetreten. Statt "Blau blüht der Enzian" präsentierte der Schlagerstar auf dem Heavy-Metal-Festival im Duett mit Till Lindenmann den Rammstein-Titel "Sonne". Finden Sie nicht auch, dass das eine sehr ungewohnte Zusammenarbeit ist? Wetten, dass sich noch weitere Beispiele auffinden lassen?

Paul McCartney und Nirvana: Zur "Nirvana-Reunion" beim Benefiz-Konzert in New York sollte Paul McCartney als Frontman der Band Kurt Cobain ersetzen. Das ging gründlich in die Hose. Fans, Presse und auch Cobain-Witwe Courtney Love zeigten sich "not amused" über diesen Auftritt. Kurt selbst würde sich höchstwahrscheinlich im Grabe umdrehen.
Paul Mc Cartney, Linkin Park und Jay-Z: Paul McCartney ist ein Wiederholungstäter. Er schlich sich nicht nur bei Nirvana ein, sondern wandelte auch die Linkin Park und Jay-Z-Kollaboration "Numb-Encore" ab. Der Beatles-Song "Yesterday" wurde fröhlich mit reingepanscht, was dann aber nicht besonders schmackhaft ausfiel. Zu viele Köche verderben eben doch den Brei.
Lou Reed und Metallica: Auch das gemeinsame Album des Ex-Velvet-Underground Frontmans mit Metallica stieß nicht auf Gegenliebe bei Fans und Kritikern. Eine deutsche Zeitung schrieb: "Der Songtitel 'Frustration' fasst auch bestens zusammen, was viele empfanden, als sie zum ersten Mal das Doppelalbum namens 'Lulu' hörten."
Willie Nelson und Snoop Dogg: Auch wenn sie haarmäßig auf derselben Wellenlänge sind, musikalisch ist das eher nicht der Fall. Der gemeinsame Song "Superman" zeigte das deutlich, und vor allem wurde klar, dass Snoop lieber beim Rappen bleiben sollte, anstatt zu singen.
Sodom und Roberto Blanco : "Ein bisschen Spaß muss sein", dachte sich Roberto Blanco und trat mit den Heavy-Metallern von Sodom beim Wacken Open-Air 2011 auf. Auch wenn seine Frisur nicht zum Headbangen geeignet ist, hat es dem Schlager-Barden offensichtlich wirklich Spaß gemacht. Die Metal-Fangemeinde allerdings reagierte leicht befremdet auf den Neuzugang.
Kylie Minogue und Kermit der Frosch : Kylie Minogue ist nicht zimperlich, was ihre Duett-Partner angeht. Da muss auch mal ein Muppet-Frosch herhalten. Die Version ihres Hits "Especially For You" allerdings kam etwas genäselt daher. Sie ist aber nicht die Einzige, die sich mit Puppen einlässt ...
Lena Meyer-Landrut und Ernie: Auch Lena Meyer-Landrut ließ sich auf ein Sesamstraßen-Duett ein. Aus "Love, oh love" wurde da mal eben "Bert, oh Bert" - gelungene Coverversion ihres Tracks "Satellite"? Wohl eher eine Zusammenarbeit zum In-die-Erdumlaufbahnschießen.
Ozzy Osbourne und Jessica Simpson: Alt-Rocker meets Pop-Sternchen. Gegensätzlicher geht's wohl kaum und dann zu allem Überfluss auch noch der Weihnachts-Song "Winter Wonderland"! Wer hat sich das bitteschön ausgedacht? Da wünscht man sich direkt eine ganz stille Nacht.
Johnny Cash und Fiona Apple: Die Idee, ein Duett mit Johnny Cash und Fiona Apple zu machen, ist an sich nicht so schlecht, auch stimmlich ein schöner Kontrast. Bei der Songauswahl allerdings wurde geschlampt - oder warum sonst gaben die beiden den Cat Stevens Klassiker "Father and Son" zum Besten? In dem Fall wäre wohl eher Vater und Tochter angebracht gewesen ...
Bushido und Karel Gott: "Ersguterjunge" heißt bekanntlich das Plattenlabel von Bushido. Als guten Jungen wollte sich der Rüpel-Rapper offensichtlich auch darstellen bei seiner Zusammenarbeit mit Karel Gott. Die Zwei nahmen eine deutsche Rap-Version des Alphaville-Klassikers "Forever Young" auf. "Für immer Jung" säte nicht nur unter den Fans Zwietracht, auch die Musiker selbst kommunizierten fortan nur noch über ihre Anwälte.
Eko Fresh und Nino De Angelo : Nachgemacht hat es ihm sein ehemaliger Schützling Eko Fresh, der tat sich mit Nino De Angelo zusammen, um dessen Song "Jenseits von Eden" als Hip-Hop-Neuauflage zu präsentieren - das war allerdings eher jenseits jeden Geschmacks.
Elton John und Eminem: Um zu beweisen, dass er keineswegs etwas gegen Homosexuelle hat, wie oft wegen seiner Texte behauptet wurde, holte Eminem sich kurzerhand Elton John auf die Bühne. Die Beiden spielten bei der Grammy Verleihung 2006 Marshall Mathers Hit "Stan" zusammen. Der Hip-Hop-Community stieß das sauer auf. Ob Elton Johns Fans davon begeistert waren, bleibt offen.
Scooter und Vickie Leandros : Die RTL2-Musikshow "The Dome" bringt immer wieder unterschiedliche Künstler zusammen auf die Bühne, im Fall von Vickie Leandros und Scooter kam dabei eine Bum-Bum-Version des Leandros-Hits "L‘amour est bleu" heraus. Dass die Schlager-Ikone und das Techno-Urgestein sich damit einen Gefallen taten, muss bezweifelt werden.
DJ Ötzi und Kate Hall: Auch eine unglückliche Fügung des "The Dome"-Teams: DJ Ötzi und Kate Hall präsentierten zusammen den Song "Tränen". Und die schießen einem bei einem solchen Duett auch geradewegs in die Augen, allerdings nicht vor Freude.