"Hölle, Hölle, Hölle, Hölle" - mit seinen Schlagern hat Wolfgang Petry längst Kultstatus erreicht. Nun hat er unter seinem Künstlernamen Pete Wolf eine neue Platte mit englischsprachigen Songs veröffentlicht. Welche Bedeutung "2084" für ihn hat, ob sich seine Fans Hoffnungen auf eine Tour machen können und ob er sich noch gerne "Wolle" rufen lässt - das und mehr hat er uns im Interview verraten.

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Die große Spendengala "Ein Herz für Kinder" brachte in diesem Jahr nicht nur mehr als 18 Millionen Euro für soziale Hilfsprojekte zusammen, sondern den Zuschauern auch einen ganz besonderen TV-Moment. Zum ersten Mal seit 13 Jahren trat Wolfgang "Wolle" Petry wieder live im TV auf.

Unter seinem Künstlernamen Pete Wolf sang er "2084", den Titelsong seines aktuellen Albums. Anlässlich dieser Veröffentlichung haben wir die Chance genutzt, ihn dazu zu befragen.

Mit dem Titelsong Ihres neuen Albums "2084" sind Sie ja ganz am Puls der Zeit und zeichnen eine düstere Zukunftsvision. Liegt Ihnen das Thema so sehr am Herzen - und kann man das als Annäherung an die jungen Aktivisten unserer Tage verstehen?

Wolfgang Petry: Natürlich liegt mir das am Herzen und mir ist wichtig, dass wir vernünftig mit der Zukunft umgehen und etwas für unsere Enkel tun, so dass sie ein gutes Leben führen können.

Was halten Sie denn von Greta Thunberg & Co.? Sind die Kids Ihrer Meinung nach auf dem richtigen Weg?

Ich finde es großartig, was die jungen Leute auf die Beine stellen, auch wenn sie nicht alles wissen können, sie stehen für ihre Generation und das gefällt mir.

Mit Lockenpracht und Freundschaftsbändchen sang sich Wolfgang Petry in die Herzen "seiner Leute".

Dass Sie sich für Ihren ersten TV-Auftritt nach sehr langer Zeit die Spendengala "Ein Herz für Kinder" - und damit eine Charity-Show - ausgesucht haben, ist sicher auch kein Zufall, oder?

Das ist in der Tat kein Zufall, ich finde mit dem Titel "2084" sind wir hier genau an der richtigen Stelle.

"2084" ist nicht ihr erstes Album als Pete Wolf, und auch die Haare sind schon länger ab. Trotzdem geht es in Rezensionen und Artikeln oft um Ihren Look. Bereuen Sie den Imagewandel manchmal, weil die Äußerlichkeiten einen großen Teil der Aufmerksamkeit ziehen?

Das muss mir egal sein, die Zeit geht weiter und damit ändert sich auch mein Aussehen, egal ob deutsche oder englische Lieder - mir geht es um die Musik.

"Ich bin 'Wolle' und werde das auch bleiben"

Wie fühlt es sich an, wenn Sie heute von Fans noch mit "Wolle" angesprochen werden?

Das ist vollkommen ok, ich bin Wolle und werde das auch bleiben. Jetzt kommt noch Pete Wolf, das ist doch wunderbar.

Hat sich Ihre Fanbase verändert oder stehen die "alten" Petry-Fans auch auf Pete Wolf?

Ich rede nicht von Fans, das sind und bleiben immer meine Leute. Nicht jeder, der Wolfgang Petry mag, wird Pete Wolf mögen, aber es wird sicher auch ein paar neue Leute geben, die auf Pete Wolf aufmerksam werden.

Der "Bild"-Zeitung sagten Sie: "Wenn es finanziell ein Problem gäbe, würde meine Frau mir wahrscheinlich sagen: 'Wolfgang, ich glaube, du musst noch mal ran. Wir brauchen frische Kohle.'" Gäbe es auch andere Gründe, die Sie wieder zum Touren bewegen könnten?

Ich habe mit Rosie die beste Ehefrau auf der Welt, wir ergänzen uns perfekt und verstehen uns blind. Im Moment sehe ich keinen Grund für eine Tour, aber ich weiß nicht, was noch alles passieren wird. (dh)

Das neue Album "2084" von Pete Wolf ist seit dem 6.12.2019 als CD, Download und auf allen Streaming-Plattformen verfügbar.
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