(mcb/mac/kle) - Kein großes TV-Event kommt ohne sie aus: Skandale. Und so brachte auch der diesjährige "Eurovision Song Contest" am Samstagabend einen solchen hervor.

Der dänische Teilnehmer Tim Schou, Frontmann der Band "A Friend in London", freute sich dabei etwas zu überschwänglich über zwölf Punkte aus den Niederlanden und machte der Moderatorin vor laufenden Kameras ein unmoralisches Angebot.

"And our 'douze points' go to ... Denmark", verrät die hübsche niederländische Sängerin Mandy Huydts die Punktevergabe aus den Niederlanden. Gleich im Anschluss wird die jubelnde dänische Ecke eingeblendet, die Kamera nähert sich dem Sänger und ihm rutschen diese folgenschweren Worte heraus: "I wanna f*** you" (zu Deutsch: "Ich möchte mit dir schlafen"). Seine Band-Kollegen lachen sich halb schlapp über den spontanen Gefühlsausbruch ihres Lead-Sängers. Doch ganz Europa fragt sich seitdem: Musste das sein?

Tim Schou versucht jetzt, die Wogen zu glätten. "Europa hat mich falsch verstanden", wird er auf "msn.com" zitiert. "Ich habe nicht Mandy oder die Niederlande gemeint, ich habe gesagt: 'I wanna f*** you, Europe'. Das war nur ein Zeichen meiner Freude. Das Missverständnis tut mir furchtbar leid", beteuert der Sänger im Gespräch mit der dänischen Zeitung "Ekstra Bladet". Immerhin ein Versöhnungsversuch des extravertierten Dänen. Ob seine "abgemilderte" Version jedoch weniger skandalös ist, bleibt fraglich.