Der Milliardär des Hip-Hop: Die Erfolgsgeschichte von Jay-Z

Er lebt den Traum eines jeden Rappers: Von den Straßen New Yorks schaffte Jay-Z es in den Rap-Olymp. Am 4. Dezember feiert der Musiker seinen 50. Geburtstag. So schaffte er es zum weltweit ersten Hip-Hop-Milliardär. © 1&1 Mail & Media/spot on news

Jay-Z wurde als Shawn Corey Carter am 4. Dezember 1969 in New York geboren. Seine Mutter war seit seinem zwölften Lebensjahr alleinerziehend. Jay-Z verbrachte viel Zeit auf der Straße als Drogendealer. Unter dem Namen Jazzy fing er an, in der Rap-Szene Fuß zu fassen, benannte sich aber bald in Jay-Z um.
Mit Damon Dash (r.) gründete er mit 26 Jahren die Plattenfirma "Roc-a-Fella Records" und nahm kurze Zeit später sein Debütalbum "Reasonable Doubt" auf. Seine Musik fand in der Szene zwar Anklang, brachte ihm aber keinen Durchbruch. Deshalb orientierte Jay-Z sich um und fing an, kommerziellen Rap zu machen, der mehr in Richtung Pop ging.
In den USA wurde er 1997 mit seinem zweiten Album "In my Lifetime, Vol. 1" bekannt, das sofort auf Platz drei der US-Charts einstieg. Was darauf folgte, ist eine unglaubliche Erfolgsgeschichte ...
Jedes darauffolgende Album schaffte es auf Platz eins der US-amerikanischen Charts. Der Rap-Mogul brachte von 1998 bis 2003 jährlich einen neuen Longplayer auf den Markt. So mauserte er sich zu einem der erfolgreichsten Rapper der USA. 1999 erhielt er für "Vol 2. Hard Knock Life" den Grammy Award für das beste Rap-Album.
In Deutschland wurde Jay-Z 1998 mit seinem Song "Hard Knock Life" bekannt. An den enormen Erfolg in den USA konnte er in Deutschland bisher nicht anknüpfen. Er schaffte es aber dennoch, Top-Positionen in den Charts einzunehmen.
Seine Kreativität zeigt sich nicht nur in seinen Songs. 1999 gründete Jay-Z, wieder gemeinsam mit Damon Dash, das Modelabel Rocawear. Ganz der Geschäftsmann verkaufte er 2007 die Rechte des Unternehmens für 204 Millionen US-Dollar. Teile des Gewinnes soll der Musiker aber immer noch einstreichen.
Die Musik des cleveren Geschäftsmanns macht nur einen verhältnismäßig kleinen Teil seiner Einnahmen aus. Jay-Z hat Anteile an Getränkeherstellern, Unternehmen wie Uber oder der Musikplattform Tidal. Außerdem besitzt er teure Kunstwerke und mehrere Immobilien. Besonders seine Cognac-Marke "D'Ussé" und seine Champagner-Marke "Armand de Brignac" lassen die Kassen klingeln. Laut "Forbes"-Magazin ist er der erste Hip-Hop-Milliardär der Welt.
Berühmte Freunde: 2003 ging Jay-Z mit anderen Stars aus der Szene auf Tour, unter anderem mit 50 Cent und Busta Rhymes. Zuvor hatte er schon ein Album mit R. Kelly veröffentlicht. Zu seinen engsten Freunden zählte jahrelang Rapper Kanye West (r.). Seit 2016 sollen die beiden jedoch im Streit liegen.
Jay-Z arbeitet gern mit anderen Künstlern zusammen und probiert sich in anderen Musikstilen: 2004 brachte er mit der Band Linkin Park rund um Frontmann Chester Bennington (li.) das Kollaborationsalbum "Collision Course" auf den Markt. Weitere gemeinsame Projekte entstanden später auch mit Alicia Keys, Rihanna und Justin Timberlake.
Jay-Z ist immer interessiert an neuen Talenten: Unter anderem brachte er Rihanna groß heraus. Sein Label Roc Nation hat neben ihr auch Superstars wie Mariah Carey, Shakira, Gavin Rossdale und Robin Thicke unter Vertrag.
Seit 2002 ist Jay-Z mit R&B-Star Beyoncé liiert. Die beiden brachten ebenfalls einige gemeinsame Projekte auf den Weg. Das wohl bekannteste: die Single "Crazy in Love", für die sie 2004 mit zwei Grammy Awards ausgezeichnet wurden.
Im Jahr 2008 gab sich das Traumpaar der Musikszene das Jawort. Seitdem gelten Jay-Z und Beyoncé als eines der bestverdienenden Promi-Paare überhaupt.
Beyoncé und Jay-Z haben drei gemeinsame Kinder: Im Jahr 2012 kam Blue Ivy (Bild) und danach die Zwillinge Rumi und Sir (*2017) zur Welt. Allerdings machten auch immer wieder Trennungs- und Fremdgehgerüchte die Runde – vor allem, nachdem Beyoncé in der Single "Sorry" (2016) über Untreue sang.