Der kanadische Musiker Leonhard Cohen ist nach einem Sturz in seinem Haus im Schlaf gestorben: Das teilte sein Manager Robert Kory mit, wie die "New York Times" am Mittwoch online berichtete.

"Hallelujah" war Leonard Cohens größter Hit.

Den Tod Cohens in der Nacht des 7. Novembers bezeichnete Kory als plötzlich, unerwartet und friedlich. Ob der Sturz damit unmittelbar in Zusammenhang stand, wurde nicht bekannt.

Der gebürtige Kanadier hatte zuletzt in Los Angeles gelebt, wo er im Alter von 82 Jahren starb. Cohens Familie hatte den Tod des Ausnahmekünstlers erst in der Nacht zu Freitag publik gemacht, ohne allerdings die Ursache mitzuteilen.

Cohens Anspielungen auf den Tod

Sein Tod hatte sich angekündigt. "You Want It Darker" hieß Leonard Cohens letztes Album, voller dunkler Anspielungen.

Mehr und mehr hatte sich der kanadische Musiker in den vergangenen Jahren aus der Öffentlichkeit in seine bescheidene Wohnung in Los Angeles zurückgezogen. Die Gesundheit wollte einfach nicht mehr mitspielen.

Mit seiner rauchigen Stimme, dem tief in die Stirn gezogenen schwarzen Hut und der ihn stets umgebenden Aura tiefster Melancholie galt Cohen als Phänomen, Legende und einer der herausragenden Songschreiber aller Zeiten.

Kollegen und Millionen Fans auf der ganzen Welt trauerten um den kanadischen Meister der Melancholie.  © dpa