Die Ukraine verzichtet elf Jahre nach dem Sieg der Popdiva Ruslana ("Wild Dances", 2004) auf eine Teilnahme beim Eurovision Song Contest 2015 in Wien.

Aufgrund eingeschränkter finanzieller Möglichkeiten sagte die Ukraine ihre Teilnahme beim Eurovision Song Contest im nächsten Jahr ab. "Wir wollen es nicht schlecht machen, und um es gut zu machen, fehlt uns das Geld", führte Surab Alassanija, der Direktor des ukrainischen Staatsfernsehens NTU, aus. Der Sender müsse wegen der finanziell und politisch instabilen Lage seine Ausgaben "optimieren".

Laut Abmachung mit der European Broadcasting Union (EBU) kann die Ukraine 2016 wieder in den Wettbewerb zurückkehren.

Ukraine-Krise führte zu Protesten beim ESC

Seit der ersten Teilnahme der Ukraine 2003 kamen Vertreter der Ex-Sowjetrepublik viermal unter die ersten drei Plätze. Bei der diesjährigen Ausgabe des ESC in Kopenhagen erreichte die ukrainische Kandidatin Marija Jaremtschuk den sechsten Platz. Der Contest wurde überschattet von der Ukraine-Krise, als die russischen Tolmatschowa-Schwestern von Teilen des Publikums ausgebuht wurden.

2004 hatte die ukrainische Sängerin Ruslana den ESC gewonnen. Sie engagierte sich in der Folge für die Protestbewegung gegen Putins Einfluss auf ihre Heimat. Im Februar beteiligte sie sich am Sturz des prorussischen Präsidenten Viktor Janukowitsch. (sag/dpa)