Was war denn da bitte los? Während der Liveübertragung des Eurovision Song Contest sorgt eine Panne kurz vor Bekanntgabe der Ergebnisse aus der Telefon- und Juryabstimmung für Verwirrung.

Zehn Länder haben sich am Donnerstagabend im zweiten Halbfinale des ESC für das Finale qualifiziert. So ganz reibungslos lief die Show jedoch nicht ab. Kurz nachdem die Leitungen für die Telefonabstimmung geschlossen wurden, befragte Moderatorin Lise Rønne den Produktionsleiter des Eurovision Song Contest Jon Ola Sand, ob denn die Ergebnisse bereits vorlägen.

Doch Jon Ola Sand überbrachte keine guten Nachrichten: "Wir sind zwar bereit, müssen die Ergebnisse aber noch prüfen. Das dauert noch eine Minute." Die Moderatorin reagierte schnell und kündigte ein Video mit den Rekorden aus fast 60 Jahren Eurovision Song Contest an. Doch das klappte auch nicht. Stattdessen zeigte man noch einmal einen Schnelldurchlauf mit allen Teilnehmer des zweiten Halbfinales. Es dauert über sieben Minuten, bis das Problem behoben und die Show fortgesetzt wurde.

Hat Weißrussland bei Conchita Wurst abgeschaltet?

Die Zeitverzögerung sorgte für wilden Spekulationen: Über Twitter verbreitete sich die Nachricht, dass die Produzenten Hinweise prüften, wonach Weißrussland die Übertragung während des österreichischen Beitrags mit der bärtigen Dragqueen Conchita Wurst, die sich gerade aus Osteuropa immer wieder homophoben Anfeindungen ausgesetzt sieht, unterbrochen habe. Laut einer Regelung der Europäische Rundfunkunion (EBU) muss jedes Teilnehmerland die komplette Sendung übertragen - lediglich für die festgelegten Werbepausen darf das Programm unterbrochen werden.

Der weißrussische Fernsehsender dementierte das Gerücht. Eine Sprecherin sagte auf der anschließenden Pressekonferenz, dass alle Beiträge des zweiten Halbfinalabends übertragen worden seien. Warum sich die Ankündigung der Ergebnisse jedoch verzögerte, dazu gibt es derzeit keine Informationen.

26 Teilnehmer singen am Samstag beim Finale des ESC. Dazu gehören jeweils zehn Gewinner aus zwei Halbfinals, die am vergangenen Dienstag und Donnerstag ausgetragen wurden. Außerdem treten Gastgeber Dänemark und die Vertreter der fünf größten Geldgeber des Musikwettbewerbs, Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und Großbritannien, an. (kom)