Blümchen, Fanta 4, Echt und Co. – Die deutschen Musikstars der 90er

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Blümchen alias Jasmin Wagner feiert ihr Comeback. Höchste Zeit, dass wir uns an dieser Stelle auch an die anderen deutschen Musikstars erinnern, die vor über 20 Jahren als Poster die Jugendzimmer schmückten. © spot on news

Die Fantastischen Vier Andy Y., Smudo, Michi Beck (Hausmarke) und Thomas D. machten Deutsch-Rap salonfähig. "Die da" und "Sie ist weg" klingeln wohl den meisten noch heute in den Ohren. Und das Beste: Sie haben sich nie offiziell aufgelöst, sondern rappten sich erfolgreich ins nächste Jahrtausend.
Raus aus der Schule, rein in die Charts: Für die Flensburger Schülerband Echt wurde ein Traum wahr. Besonders dem hübschen Kim Frank (Mitte) waren die Mädels verfallen. Größte Hits: "Alles wird sich ändern" und "Du trägst keine Liebe in dir." Mittlerweile gehen die Jungs ihre eigenen Wege. So ist Kim Frank unter anderem als Kameramann, Editor und Filmproduzent tätig.
Die rotzfrechen Texte von Tic Tac Toe (Lee, Jazzy und Ricky) stehen für die typische 90er-Jahre Girl-Power. Hits wie "Ich find dich scheiße" oder "Verpiss dich" waren für die Musikwelt damals etwas völlig Neues. Die dramatische Trennung ging 1997 durch alle Medien.
Gil Ofarim wurde 1997 für eine Bravo-Foto-Love-Story entdeckt, daraus entwickelte sich seine Musiker-Karriere und der Hit "Round and Round". Als gerade mal 16-Jähriger hing er als Posterboy in zahlreichen deutschen Mädchenzimmern. Gil ist heute immer noch als Musiker tätig. 2017 hat seine Karriere durch den Sieg bei "Let's Dance" wieder neuen Aufwind bekommen.
Schlaghosen, grelle Farben, Samtanzüge, Rüschenärmel – als Guildo Horn mit "Guildo hat euch lieb" 1998 den 7. Platz des ESC belegte, war sein Stil bereits Kult. Hier zu sehen: Guildo Horn & die Orthopädischen Strümpfe.
"Nimm mich jetzt auch wenn ich stinke ..." Na, wer hat jetzt keinen "Mief"-Ohrwurm? Das RTL-Samstag-Nacht-Duo Olli Dittrich (r.) und Wigald Boning aka "Die Doofen" war selbst ganz überrascht über den musikalischen Erfolg, war die Blödel-Band doch nur als Nebenprojekt gedacht. Dittrich schaffte mit seinem TV-Format "Dittsche – Das wirklich wahre Leben" (2004 bis 2017) einen weiteren Durchbruch.
Mit dem Girl-Power der 90er eroberte auch gleichzeitig eine Frau die männerdominierten Hip-Hop- und Rapp-Bühnen – Sabrina Setlur, die damals noch unter dem Pseudonym Schwester S. veröffentlichte. Dafür erhielt die Künstlerin einen ECHO und eine eigene Hip-Hop-Show beim Radio.
Mit "Weil ich ein Mädchen bin" verkörperte die Band "Lucilectric" den fröhlichen Girly-Pop-Feminismus der 90er. Sängerin Luci van Org, die im dazugehören Musikvideo rastazöpfig auf der Schaukel schwang, passte einfach wunderbar ins Bild. Ihr Bandkollege auf dem Bild: Ralf Goldkind.
Fettes Brot, das sind Doktor Renz, König Boris und Björn Beton. Ihr Markenzeichen: Rappen auf Hamburger Schnack. Das funktionierte mit dem Song "Nordisch by Nature" so gut, dass die Single zu einer Art Hamburger Hymne geworden ist. Der Hit "Jein" (soll ich's lieber machen, oder lass' ich's lieber sein) klingelt ebenfalls immer noch im Ohr.
Bed & Breakfast war der relativ erfolgreiche deutsche Versuch mit einer gecasteten Boyband die Mädchen zum Kreischen zu bringen. Die Rolle des Hauptschnuckels verkörperte der blondlockige Florian Walberg (links). Größter Hit: "Stay Together."