Tim Wiese hat sein erstes Wrestling-Match in der WWE gewonnen. Aber wie geht's weiter? Kämpft der Ex-Nationaltorhüter nun regelmäßig im Ring oder war sein erstes gleichzeitig sein letztes Match? Unsere Redaktion hat mit Tim Wiese darüber gesprochen.

Vor Wrestling-Debüt: "Wenn ich komme, bricht ein Tornado aus."

Den markigen Worten sind Taten gefolgt: Tim Wiese hat angekündigt, seine Gegner im Ring "zerstören" zu wollen. Sein Debüt in der WWE (World Wrestling Entertainment) hat er am Donnerstagabend in der Münchner Olympiahalle jedenfalls schon mal gewonnen. Mit seinen Tag-Team-Partnern Cesaro und Sheamus besiegte er die "Shining Stars" und Bo Dallas.

Aus dem früheren Torwart von Werder Bremen und 1899 Hoffenheim ist tatsächlich ein waschechter Wrestler geworden. Wiese tritt ab sofort unter dem Kampfnamen "The Machine" auf. Auch einen Finishing Move hat er sich zugelegt. Das ist die Aktion, mit der ein Wrestler normalerweise einen Kampf beendet. Mit einem sogenannten "Body Splash" wirft er sich mit seinem Körper auf den Gegner.

Mit diesem "Body Splash" entschied Wiese auch bei seinem Debüt den Showkampf für sich. Doch bleibt es bei einem einmaligen Show-Event oder bestreitet der 34-Jährige nun regelmäßig Wrestling-Matches?

Tim Wiese als Zugpferd für den deutschen Markt

Denn die Wrestler in der WWE haben ein straffes Programm zu absolvieren. Bis zu 200 Kämpfe im Jahr stehen auf dem Plan, dafür fliegen sie um die Welt. Obwohl die WWE in den USA beheimatet ist, jetten die Showkämpfer oft nach Mexiko, Japan, England, Frankreich - und zweimal im Jahr auch nach Deutschland.

Hat Tim Wiese eine gute Show geliefert?
  • A
    Auf jeden Fall - ich würde ihn gerne öfter als Wrestler sehen.
  • B
    In meinen Augen hat er sich lächerlich gemacht. Und die WWE auch!
  • C
    Das ist mir vollkommen egal!

Für Wiese kommt dieser Zeitplan aber nicht infrage. "Das ist schon eine harte Sache. Ich kann mir nicht vorstellen, 200 Matches im Jahr zu bestreiten", sagt er im Interview mit unserer Redaktion.

In Deutschland hat Wiese einen Namen, in den USA kennt ihn aber kaum jemand. Wahrscheinlicher ist, dass ihn die WWE nur in Deutschland, Österreich und der Schweiz in Live-Shows einsetzt. Diese werden zwar nicht live im TV übertragen, trotzdem ist Wiese für die WWE hierzulande ein Zuschauermagnet.

WWE aus Leidenschaft, nicht des Geldes wegen

Deutschland ist für die Wrestling-Liga ein wichtiger Markt, die WWE setzt ungefähr die Hälfte ihres Umsatzes im Ausland um. Der deutsche Markt gehört hier zu den größten.

Für Wiese, der laut "Bild" für seinen Auftritt in München rund 300.000 Euro verdient hat, ist das Geld aber Nebensache. Mit seinem Verdienst in Hoffenheim hat er ausgesorgt: "Macht euch mal keine Sorgen ums Geld. Alles läuft. Ich mache das, weil ich Spaß daran habe."

Das nächste Mal ist die WWE im Februar 2017 in Deutschland zu Gast. Gut möglich, dass Wiese dort erneut in den Ring steigt.

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