(ncs/as/sda) - Die Entscheidung ist gefallen: Sandro Cavegn ist offiziell der schönste Mann des Landes. Er konnte am Samstagabend das Final der Mister-Schweiz-Wahl 2012 für sich entscheiden. Das freut nicht nur den 27-Jährigen, sondern auch unsere User. Die hatten dem heissen St. Galler seinen Sieg bereits vorhergesagt.

Sandro tritt die Nachfolge von Luca Ruch als Schweiz an. Völlig zurecht, wie unsere User finden: Diese nahmen am grossen Mister-Schweiz-Voting teil und bewerteten die zwölf Finalisten auf einer Skala von 1 bis 10. Mit einer Wertung von 5.51 war Sandro gleich auf mich Mike de Groote und stand so zumindest für unsere User schon vor dem offiziellen Final in der Maag Halle Zürich als Sieger fest.

Kurz nach 22.30 Uhr verkündete Moderatorin Christa Rigozzi in der Maag Eventhall den Namen des Siegers. Cavegn, der in gut einer Woche 28 Jahre alt wird, löst den Frauenfelder Amtsinhaber Luca Ruch ab. Der neue Mister Schweiz bezeichnet sich als pflichtbewusst, zuverlässig und offenherzig. Der 179 cm grosse Cavegn arbeitet als stellvertretender Geschäftsführer eines Pizzakurierbetriebs. Er kann sich in allen vier Schweizer Landessprachen verständigen.

Wie Brad Pitt und Roger Federer

An der Wahl selbst mussten sich Cavegn und seine Mitstreiter in verschiedenen Disziplinen vor allem von ihrer schönsten Seite zeigen. Gleich am Anfang erklärte Ex-Miss Christa Rigozzi ihrem Moderationskollegen Max Loong, was einen Mister Schweiz ausmache. "Er muss gut aussehen wie Brad Pitt und sportlich sein wie Roger Federer", sagte Rigozzi. Ausserdem müsse der neue Mister handwerklich begabt sein, um "für seine Liebste ein Haus zu bauen".

Für den Sporttest traten die Kandidaten dann gegeneinander im Seilhüpfen an. Das handwerkliche Geschick mussten sie beim Reifenwechseln unter Beweis stellen. Laut Rigozzi eine Aufgabe, die eine Frau ihrem Mann überlässt. Doch am Samstagabend gelang das Reifenwechseln nur jenem Kandidaten, der gelernter Automechaniker ist.

Kein Geld für T-Shirts

Bei diesen Tests und beim Posieren zeigten sich die Kandidaten mit nacktem Oberkörper. Wie Rigozzi schmunzelnd sagte, sei ihr Kleid so teuer gewesen, dass für die Oberteile der Bewerber wohl kein Geld übrig geblieben sei. Kurz vor Ende der Show räumte Rigozzi dann ein, dass ein Mister schon auch clever sein sollte. Vier Kandidaten waren übrig, als der Wissenstest an die Reihe kam, den übrigens der neue Mister für sich entschied. Die Kandidaten mussten etwa die geltende Untergrenze für den Franken-Euro-Wechselkurs nennen (1.20 Fr. pro Euro) oder wissen, in welchem Land der Walliser Polizeichef vorübergehend festgenommen worden war (Türkei). Sieger Cavegn gewann Repräsentations- und Sachpreise im Wert von über 50'000 Franken.

Nach der Kür zum Schönsten des Landes tritt Gewinner Sandro also sein Amtsjahr ein, das ähnlich anstrengend werden dürfte wie das bisherige Vorprogramm zur Wahlnacht: Seit März waren die zwölf Mister-Schweiz-Kandidaten unterwegs, um sich der ganzen Schweiz von ihrer knackigsten Seite zu zeigen. Sandro darf sich also auf jede Menge Engagements und Shootings freuen. Luca Ruch brachte sein Titel immerhin 400'000 Franken Verdienst ein.

Nur auf eines muss der neu gewählte Mister Schweiz vorerst verzichten: das traditionelle Shooting mit der frisch gekürten Miss Schweiz. Diese wird voraussichtlich erst 2013 aus der nächsten Wahl hervorgehen. Bis dahin muss sich Sandro gut aussehend in Geduld üben.

Vorjahressieger Luca gibt seinen Titel übrigens mit einem lachenden und einem weinenden Auge ab: "Nur einmal im Jahr darf ein junger Mann Mister werden - das ist ein einmaliges Geschenk." Er will nun weiter als Model oder auch Moderator arbeiten und in vollen Zügen seine Freundin Daniela verwöhnen. Wichtige Ratschläge hat er für seinen Nachfolger allerdings keine: "Ich rate ihm nichts. Er wird so viele Tipps von anderen mit auf den Weg bekommen, dass er mich nicht mehr zwingend braucht. Er wird sein Jahr sowieso anders erleben als ich, und er soll seine eigenen Erfahrungen sammeln," sagte Luca der "Schweizer Illustrierten".

Zum ersten Mal war die Mister-Schweiz-Wahl auf dem Privatsender 3+ ausgestrahlt worden. Wegen stetig sinkender Zuschauerquoten hatte das Schweizer Fernsehen Mitte vergangenen Jahres entschieden, die Wahl aus dem Programm zu kippen.