Wie peinlich: Die größten Pannen bei Preisverleihungen

Kommentare33

Mit einem unangemessenen Kommentar sorgte der Moderator des "Ballon d'Or" bei Gewinnern Ada Hegerberg für Unmut. Doch der Vorfall steht nicht alleine da. Ob peinlicher Ausrutscher oder regelrechter Skandal. Die denkwürdigsten Preisverleihungen im Überblick.

Die Verleihung des Sportlerpreises war nicht der einzige Preisverleihungs-Skandal 2018. Bereits im April sorgte die Verleihung des Echos 2018 für Aufsehen. In ihrem Song "0815" rappen Kollegah (li.) und Farid Bang folgende Textzeile: "Mein Körper definierter als von Auschwitzinsassen". Der Vorwurf: Antisemitismus. Kurze Zeit später wurde der Musikpreis aufgrund des Vorfalls abgeschafft.
Kein Skandal, aber ein peinlicher Fauxpas, ereignete sich bei der Oscar-Verleihung 2017. Bei der Ehrung des besten Films durch Warren Beatty und Faye Dunaway kam es zu einer Verwechslung. Anstatt den Gewinner "Moonlight" verkündeten die beiden "LaLaLand".
Protagonistinnen einer peinlichen Panne wurden auch die Finalistinnen der Wahl zur Miss Universe 2015. Moderator Steve Harvey ernannte fälschlicherweise die Kolumbianerin Ariadna Gutierrez Arevalo (li.) zur Siegerin. Sie wurde gekrönt und bekam die Schärpe umgelegt. Erst danach wurde der Fehler bekannt. Vor aller Augen wurden Miss Kolumbien die Ehrenzeichen wieder abgenommen und der überraschten eigentlichen Gewinnerin Pia Alonzo Wurtzbach (r.) aus den Philippinen überreicht.
Für einen Überraschungsmoment sorgte 2015 auch der Gewinner der TV-Show "Unser Song für Österreich", Andreas Kümmert. Er verzichtete auf den Sieg und überließ der Zweitplatzierten, Sängerin Ann Sophie, den Vortritt.
Die wohl bekannteste Preisverleihungs-Panne überhaupt ereignete sich jedoch bei den MTV Video Music Awards 2009. Während Taylor Swifts Ehrung des besten Videos einer weiblichen Künstlerin, stürmte Rapper Kanye West die Bühne. Dort unterbrach er die Rede der Sängerin mit der Aussage, der Preis hätte an Sängerin Beyoncé gehen müssen. Es folgte eine einstweilige Versöhnung. Inzwischen ist der Krieg zwischen den beiden Musikern aber erneut entflammt.
Im Krieg befand sich auch Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki (r.) - und zwar mit den deutschen Medien. 2008 lehnte er den Deutschen Fernsehpreis für sein Lebenswerk ab. Seine Begründung: Der "Blödsinn, den wir heute Abend zu sehen bekommen haben." Eine Einladung von Moderator Thomas Gottschalk zu einem Gespräch über die Qualität der deutschen Medien nahm er an.
Auch 1973 gab es Kritik bei einer Preisverleihung. Diesmal aber an den Filmemachern Hollywoods. Und die kam von keinem anderen als Schauspieler Marlon Brando höchstpersönlich. Aus Protest über den Umgang mit amerikanischen Ureinwohnern in der Filmindustrie nahm er den Oscar für seine Rolle in "Der Pate" nicht an - und schickte dafür Sacheen Littlefeather aufs Podium, die einen Brief des Schauspielers vorlas.