Oktoberfest: Zahlen und Fakten zum Wiesn-Wahnsinn

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Von
Luisa Meid

Die Menge an Bier, die Zahl der Pissoirs, skurrile Fundsachen: Das Oktoberfest hat so einige Extreme zu bieten. Wir haben die interessantesten Zahlen und Fakten zum Wiesn-Wahnsinn zusammengestellt.

Millionen von Bierdurstigen pilgern jährlich zum Oktoberfest nach München. 2017 waren es 6,2 Millionen Menschen. Den Rekord hält 1985, in dem 7,1 Millionen Besucher auf der Wiesn waren.
Bier, Bier, Bier. 7,7 Millionen Maß haben die Wirte 2017 ausgeschenkt.
Nur 19 Prozent der Wiesn-Besucher kommen aus dem Ausland. Am beliebtesten ist das Bierfest bei Besuchern aus den USA, Österreich, Großbritannien, der Schweiz und Frankreich.
Der Maßpreis steigt kontinuierlich an. 2018 kostet der Liter Bier 11,40 Euro. Vor zehn Jahren waren es noch 7,80 Euro. 1970 musste ein Wiesn-Besucher nur 2,65 Mark auf den Tisch legen.
Neben der Maß gehört für viele auch ein deftiges Essen zum Wiesn-Besuch dazu. 146 Ochsen mussten im Jahr 2017 dran glauben. 59 Kälber wurden verspeist.
Die Sicherheit der Besucher auf einem so großen Fest zu gewährleisten, ist eine Herausforderung. Seit 2016 gibt es einen Zaun um das Gelände, Taschen müssen draußen bleiben. Sicherheitskräfte patrouillieren über die Festwiese.
Wer viel trinkt, muss oft. Der Gang zur Toiletten ist auf der Wiesn kostenlos. Rund einen Kilometer "Stehplätze" haben die Männer zur Verfügung, um sich zu erleichtern.
Der Anstich des ersten Bierfasses läutet das Oktoberfests ein. Münchens Bürgermeister - hier Dieter Reiter 2017 - schlägt dafür den Zapfhahn in das Fass. Sein Können bemisst sich an der Zahl der Schläge, die dafür nötig sind.
Im Getümmel verschwindet schnell mal etwas. Highlights im Wiesn-Fundbüro: eine Tuba, ein Kindersitz fürs Auto und ein Paar Krücken. Lediglich 20 Prozent der verlorenen Gegenstände werden von den Besitzern abgeholt.
Kein Oktoberfest geht ohne Unfälle und Schlägereien vorüber, vielen setzt der Alkohol zu. 2017 versorgten die Sanitäter 6.981 Besucher.
Ausnüchtern auf dem sogenannten Kotzhügel am Festgelände. Hier lässt sich so mancher Besucher, der zu tief ins Glas geschaut hat, zu einem Schläfchen nieder. 670 Alkoholvergiftungen gab es im Jahr 2017.
900 Tonnen Müll entstehen beim Oktoberfest.
Das Oktoberfest hat weltweit Fans. Doch nicht jeder kann die Reise zum größten Bierfest der Welt unternehmen. Deswegen gibt es auch in anderen Ländern Ableger: Im chinesischen Qingdao findet jährlich das Qingdao Beer Festival statt. Zwei bis drei Millionen Besucher kommen. Auch in anderen Ländern, darunter Kanada, Brasilien, Russland, die USA und Australien, gibt es Bierfeste, die der Wiesn nachempfunden sind.
Seit der Premiere im Jahr 1810 ist die Wiesn 24 Mal ausgefallen. Gründe waren unter anderem Cholera-Epidemien und die beiden Weltkriege. Nach dem Oktoberfest-Attentat 1980, bei dem 13 Menschen starben und über 200 verletzt wurden, ging die Veranstaltung jedoch weiter.
Auf dem Oktoberfest sind jährlich 8.000 Arbeitskräfte fest angestellt. Hinzu kommen 5.000 wechselnde Arbeitskräfte. Auch bei den hart schuftenden Bedienungen kommt immer mal wieder Festzelt-Stimmung auf.