Polizeieinsätze auf dem Oktoberfest drehen sich nicht nur um wüste Schlägereien und Alkoholvergiftungen: Im täglichen Wiesn-Report der Polizei München finden sich auch so manch ungewöhnliche Einsätze. Eine Auswahl.

Ach, Oktoberfest: Verherrlichung des wüsten Besaufens und Freifahrtschein für Münchner Arbeitnehmer, zwei Wochen lang mit Restalkohol im Büro zu sitzen.

Das geht natürlich auch nicht spurlos an der Polizei München vorbei. Die Beamten begleiteten das Volksfest nicht nur mit ihrem #WiesnWache-Hashtag auf Twitter, sondern auch mit einem witzigen täglichen Wiesn-Report. Wir haben die skurrilsten Pressemeldungen der vergangenen zwei Wochen für Sie gesammelt.

1. Dieb auf frischer Tat erwischt

Zugegeben: Diese Überschrift verspricht noch nichts Außergewöhnliches, die Dummheit des Diebes ist es aber. Der Vorfall ereignete sich am 26. September wie folgt:

Ein 18-Jähriger klaute eine Damenjacke, wobei er ohnehin schon von der Besitzerin erwischt wurde. Nach einer gelungenen Flucht mit genannter Jacke stellt er fest: Sie passt nicht.

Was macht der Dieb? Er kehrt zum Tatort zurück und klaut eine neue Jacke. Nur blöd, dass beide Taten von einem Fahnder der Polizei beobachtet wurden.

2. Freizügige Neuseeländerin festgenommen

Exhibitionismus auf der Wiesn: keine Seltenheit. Am Sonntag, den 25. September, wollte sich eine Besucherin aus Neuseeland wohl das sonnige Wetter zu Nutze machen und zeigte ihre Oberweite. Zum Hochziehen ihres Dirndls konnte sie auf die Schnelle nicht gebracht werden.

Die Konsequenz: Die 22-Jährige wurde prompt auf die Wiesn-Wache gebracht.

3. Streit über eine angeblich schlecht eingeschenkte Mass

Was macht man auf keinem Fall, wenn man auf der Wiesn eine gute Zeit haben will? Richtig, seine Bedienung verärgern.

Einem Gast wurde dieser Rat offenbar nicht erteilt, weshalb er aus Wut über eine seines Erachtens nicht richtig eingeschenkte Mass seinen Kellner anschüttete.

Der hinzugerufene Ordnungsdienst reizte den Gast offenbar noch mehr, weshalb er dem Kellner in den Finger und einem Ordner in die Schulter biss.

Es geht noch dämlicher: Im Anschluss ging der Mann zur Polizei und wollte Anzeige erstatten, weil er sich in dem Gerangel übergeben musste. Schmeckt offenbar nicht gut, so ein Kellner-Finger.

4. 21-Jähriger bedient sich am Nachbartisch

Das Essen auf dem Oktoberfest kann ein Gaumenschmaus sein, davon überzeugte sich ein Tourist am ersten Wiesnmontag und bediente sich am Nachbartisch. Für das Brotzeitbrettl bezahlen? Das ging ihm dann aber doch zu weit.

Der Mann aus Garmisch-Patenkirchen fand die Aufforderung zur Bezahlung sogar so unverschämt, dass er nicht nur Ordner und Kellner, sondern auch die aufgrund seiner Aggressivität hinzugerufene Polizei stark beschimpfte.

5. Bettelnder Clown auf dem Festgelände

Schausteller verdienen nicht schlecht, dachte sich wohl ein 26-Jähriger und entschloss sich dazu, auf dem Festgelände Luftballons zu verkaufen. Natürlich ohne Genehmigung.

Das Ganze hätte sogar funktionieren können, wenn er sich dafür nicht in ein Clownkostüm geschmissen hätte. Weil dieses so gar nichts mit der Wiesn zu tun hat, kam ihm die Polizei auf die Schliche.

6. Einsatzgruppe ist rüstiger Wiesn-Gängerin behilflich

Ach, wie schnell die Zeit vergeht! Mit viel Bier, einer Portion Würstl und der richtigen Gesellschaft kann man schnell vergessen, auf die Uhr zu gucken. So geschehen bei einer 82-jährigen Besucherin.

Der Wiesn-Stammgast aus dem Stadtteil Giesing hat es mit zwei Mass intus nicht mehr nach Hause geschafft. Auch hier griff die Polizei ein und brachte die rüstige Rentnerin zum Service-Zentrum, wo sie sich erholen konnte.

Im Anschluss bedankte sie sich für das große Maß an Menschlichkeit.