Kaum ist mit Laetitia Guarino eine neue Miss Schweiz 2014 gewählt, beginnen die Spekulationen um die Zukunft der Wahl. Ausgerechnet Eigentümer Guido Fluri denkt offenbar über einen Ausstieg aus der Miss Schweiz Organisation nach - und könnte die eben erst neu konzeptionierte Wahl damit ins Aus katapultieren.

Am 11. Oktober zelebrierte die Schweiz auf dem Bundesplatz in Bern eine glamouröse Miss-Wahl, wie man sie lange nicht gesehen hat. Zu verdanken hatte man diesen international anmutenden Event Guido Fluri, der im vergangenen Jahr die Miss Schweiz Organisation übernommen und damit die Wahl der Miss Schweiz gerettet hatte. Doch mit dem Siegeszug des neuen Konzepts der "Princess of Switzerland" könnte es schon wieder vorbei sein, wie "Bilanz.ch" berichtet. Demnach denkt Fluri bereits über einen Ausstieg aus der Marke Miss Schweiz nach.

Die neue Miss Schweiz Laetitia konnte ihr Glück kaum fassen.

"Ich will nicht krampfhaft weitermachen, wenn die grosse Mehrheit keine Miss Schweiz als wohltätige Botschafterin will", sagt Guido Fluri im Gespräch mit dem Wirtschaftsmagazin. Ziel der Umstrukturierung der Miss Schweiz Organisation war es gewesen, die Miss-Wahl weg von einem reinen Schönheitswettbewerb hin zu einer karitativen Veranstaltung zu formen. Das Engagement der Siegerin für gute Zwecke - unter anderem als Repräsentantin der Stiftung Corelina für herzkranke Kinder - und entsprechende Spenden zugunsten dieser sollten im Vordergrund der Missen-Arbeit stehen.

Stattdessen rügt Fluri nun, dass sich die Medien in ihrer Berichterstattung weniger auf die Wohltätigkeit, sondern vielmehr auf die Kandidatinnen, deren Privatleben, Gerüchte und Kritik gestürzt hätten. Dass das Interesse an der Wahl zur Miss Schweiz ohne Letztere in diesem Jahr und den Vorjahren allerdings weit weniger Aufmerksamkeit erfahren hätte, als nun geschehen, wird dabei vergessen. Wenn 18 Mädchen auf ihrem Weg zur Krone vom Privatfernsehen ProSiebenSat.1 begleitet werden und jeder Schritt hin zur Wahlnacht in "Germany's next Topmodel"-Manier ausgeschlachtet wird, ist es kaum verwunderlich, wenn Glamour und Glanz schliesslich Gutmütigkeit und Geldspenden überstrahlen.

Kehrt Guido Fluri der Miss Schweiz den Rücken, steht die Zukunft der Organisation und damit der Wahl selbst - wieder einmal - auf der Kippe. Ohne die finanziellen Mittel des Unternehmers und Marken-Retters hätte Miss Schweiz keine Überlebenschance. Käme es zu einem Verkauf der Marke, ist die künftige Ausrichtung des Events nicht absehbar. Interessenten für einen Kauf gibt es laut Fluri allerdings genug: Die Aufmerksamkeit nach der Wahl 2014 sei enorm.