"Sports Illustrated" ist bekannt für seine Bikini-Models auf dem Cover. Doch mehr Aufmerksamkeit als mit halbnackten Schönheiten erfährt die Zeitschrift nun mit einem Model in Burkini und Hijab.

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Dass die Zeitschrift "Sports Illustrated" weltweit bekannt ist, liegt wohl vor allem an einer Sache: Einmal im Jahr erscheint die "Swimsuit Issue", also die Bademoden-Ausgabe. Und in jedem Jahr sorgen die Cover-Fotos für Aufsehen.

Models wie Heidi Klum oder Tyra Banks verdanken den Bikini-Fotos auf der Zeitschrift ihren Durchbruch. Und obwohl das Thema an sich – kurvige Frau im knappen Bikini – jedes Jahr gleich ist, schafft es die "Sports Illustrated" doch immer wieder, einen kleinen Extra-Aufreger zu produzieren.

Sei es durch ein besonders knappes Höschen bei Kate Upton oder mit Christie Brinkley, die mit 63 Jahren im Badeanzug samt ihren Töchtern strahlte.

Burkini und Hijab auf dem Cover

Besonders großen Wirbel gibt es aber nun um das Cover der diesjährigen Ausgabe. Diesmal räkelt sich nämlich keine weitere halbnackte Beauty am Strand, sondern Halima Aden.

Das 21-jährige amerikanische Model mit somalischen Wurzeln ist bekannt dafür, auch auf dem Laufsteg einen Hijab zu tragen.

Dementsprechend zeigt sie sich nun auf dem Cover auch nicht in einem Bikini, sondern in einem den ganzen Körper verhüllenden Burkini und mit Kopfbedeckung.

Aden feiert das auf ihrem Instagram-Account als großen Erfolg und "Game-Changer": "Ladys, alles ist möglich", so die 21-Jährige in ihrem Post. Und weiter: "[Das Foto] sendet eine Botschaft an meine Community und die Welt, dass Frauen mit jedem Hintergrund, Aussehen, Erziehung … zusammenstehen und gefeiert werden können." (dh)

Revolution der Frauen: Hijab-Proteste im Iran

Die 31-jährige Vida Movahed protestierte am 27. Dezember 2017 ohne Kopftuch und mit wehendem Hijab gegen die Unterdrückung der iranischen Frau. Ihre Festnahme sorgte einen Tag später für landesweite Massendemonstrationen gegen das iranische Regime. Nun soll sie nach 33 Tagen Haft freigelassen worden sein.