Ist es illegal entsorgter Müll? Ein Scherz? Oder gar ein möglicher Giftköder? Ein Hackfleisch-Brocken sorgt an einer S-Bahn-Haltestelle im Ort Berghausen seit Wochen für Aufsehen. Und die Bewohner und Internet-User rätseln, was es damit auf sich hat.

Wer hätte gedacht, dass ein Pfund Hackfleisch für so viel Unruhe sorgen kann. Ein Unbekannter deponiert offenbar häufiger sonntagabends einen Brocken rohes Hackfleisch an ein und derselben Stelle an einer S-Bahnstation in Berghausen – und das seit mehreren Wochen.

Die Anwohner diskutieren, was der Grund dafür sein kann. So glauben die einen, dass das Fleisch ein Giftköder sein könnte, um Hunden und Katzen zu schaden. Nicolas Lutterbach, Sprecher der Alb-Talverkehrs-Gesellschaft, der das Areal verwaltet, sagte hingegen laut "Bild.de": "Vielleicht möchte jemand die Igel vor ihrem Winterschlaf füttern."


Polizei schreitet nicht ein

Grund zur Sorge gibt es Laut Polizei nicht. Bei der geringen Fleischmenge handele es sich schließlich nicht um illegal entsorgten Müll, Giftköder seien außerdem deutlich kleiner. Polizeiliche Ermittlungen müsse es demnach nicht geben, so die Pressestelle in Karlsruhe.

Wie kommt man dem "Übeltäter" aber nun auf die Schliche?

In einer Facebook-Gruppe schlägt ein Nutzer vor, die Hackfleisch-Leger auf frischer Tat zu ertappen, indem man ihm oder ihr zu gegebener Zeit auflauert. Pressesprecher Lutterbach will sich darauf nicht festlegen. Was es nun mit dem rohen Fleisch auf sich hat, wird also erst einmal ein Mysterium bleiben.

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