So eine Ernennung und Vereidigung zur Bundesministerin kommt nicht alle Tage vor, da soll es schon ein besonderes Kleid sein. Kurios ist es, wenn dann zwei neue Ministerinnen im gleichen Outfit im Bundestag auflaufen.

So geschehen bei der Familienministerin Franziska Giffey (SPD) und der neuen Agrarministerin Julia Klöckner (CDU). Ein absoluter Zufall, wurde versichert - und nicht abgesprochen. So trugen beide ein edles Kostüm in der Farbe Yves-Klein-Blau.

Die Farbe ist benannt nach dem französischen Maler Yves Klein, der nach Angaben des Portals "madame.de" einmal über diese von ihm für seine Bilder geschaffene Farbkreation sagte: "Zuerst gibt es ein Nichts, dann ein tiefes Nichts, und schließlich eine blaue Tiefe."

Er benutzte dafür Rhodopas, einen Fixierstoff, mit dem die Leuchtkraft verstärkt wurde. Inspiriert haben soll ihn übrigens der tiefblaue Himmel über Nizza.

Klöckner und Giffey gingen aber nicht auf peinlich berührte Distanz, sondern setzten sich im Bundestag auf der Besuchertribüne einfach nebeneinander. Und kamen aus dem Reden gar nicht mehr raus.

Die Harmonie scheint zu stimmen

Sie sind in unterschiedlichen Parteien. Klöckner war früher Weinkönigin in Rheinland-Pfalz, Giffey wurde in Frankfurt/Oder geboren und war bisher Bürgermeisterin in Berlin-Neukölln mit Menschen aus 150 Nationen. Doch die Harmonie schien gleich zu stimmen. Da siekeine Abgeordneten des Bundestags sind, konnten die Ministerinnen nicht mitstimmen bei der Wiederwahl von Kanzlerin Angela Merkel (CDU).

Nach Merkels Vereidigung, ihrer Ministerernennung und eigenen Vereidigung durften sie dann auf der Kabinettsbank Platz nehmen - und stachen optisch hervor.

Nach Ende der Bundestagssitzung kam Giffeys kleiner Sohn (8) auf sie zu gerannt, es gab Küsschen für die Mama - und ganz viele Fragen. Besonderes Interesse schienen die vielen schwarzen Limousinen zu wecken. "Wann gibt's das neue Auto?", fragte er seine Minister-Mama.  © dpa

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