Mit seiner Kunst hat er Musikliebhaber auf der ganzen Welt begeistert. Nach dem Abschied von der Opernbühne hat sich Peter Schreier ganz dem Lied gewidmet und dem Dirigieren.

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Der große Opernsänger und Dirigent Peter Schreier ist tot. Er starb am zweiten Weihnachtsfeiertag nach langer Krankheit in Dresden, wie seine langjährige Sekretärin der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag sagte. Zuerst hatten die "Dresdner Neuesten Nachrichten" darüber berichtet. Schreier galt als einer der führenden lyrischen Tenöre des 20. Jahrhunderts.

Mit 65 hatte er nach Jahrzehnten voller Stress und Druck Abschied von Opern- und Konzertbühne genommen. Danach war er noch als Dirigent und Lehrer aktiv, bis es zu beschwerlich wurde für seine angeschlagene Gesundheit. Schreier plagten Rückenprobleme, er lebte mit Bypässen und war Diabetiker.

Am Pult bei den Wiener Philharmonikern

Der in Meißen geborene Schreier kam mit acht Jahren zum Dresdner Kreuzchor und studierte später in Dresden Gesang und Dirigieren. 1959 stand er erstmals auf der Opernbühne - als Erster Gefangener in Beethovens "Fidelio". Drei Jahre später schaffte er den Durchbruch als Belmonte in Mozarts "Die Entführung aus dem Serail". Danach gastierte er von New York bis Mailand auf den wichtigsten Opernbühnen der Welt und wurde international ausgezeichnet.

Mehr als 60 Partien hat Schreier verkörpert, war bei den Salzburger Festspielen engagiert und der wichtigste DDR-Exportschlager auf sängerischem Gebiet. Er genoss Privilegien, und das ohne SED-Parteibuch. 1972 war er an der Staatsoper Berlin von ehemaligen Kommilitonen gefragt worden, ob er nicht mal den Taktstock führen wolle. Er stand dann unter anderem bei den Wiener Philharmonikern und beim New York Philharmonic Orchestra am Pult. Doch er war in der Heimat verwurzelt. "Mir würde etwas fehlen, wenn ich nicht in Dresden leben könnte", sagte er stets.  © dpa

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