Der gefallene Hollywood-Mogul Harvey Weinstein soll versucht haben, eines seiner Sex-Opfer mit dem Hinweis gefügt zu machen, er habe auch mit Jennifer Lawrence Sex gehabt und somit ihre Karriere gefördert. Das geht aus einer am Freitag in Los Angeles eingereichten Klage gegen den Filmproduzenten hervor.

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Die Klägerin wirft Weinstein vor, sie zu sexuellen Handlungen gezwungen und bedroht zu haben, sofern sie sich weigern sollte.

Den angeblichen Sex mit Lawrence ("Die Tribute von Panem – The Hunger Games", "American Hustle") erwähnte Weinstein laut Klage, um die Betroffene gefügig zu machen.

"Willst du überhaupt Schauspielerin sein?", soll Weinstein bei einem Treffen in seinem Büro im Jahr 2013 gesagt haben.

"Ich habe mit Jennifer Lawrence geschlafen und schau, wo sie ist, sie hat gerade einen Oscar gewonnen." Lawrence hatte den begehrten Filmpreis 2012 für ihre Rolle in "Silver Linings" gewonnen.

Lawrence streitet Aussage ab

Lawrence bestritt, mit Weinstein Sex gehabt zu haben. "Ich hatte nie etwas anderes als eine professionelle Beziehung zu ihm. Dies ist ein weiteres Beispiel für die räuberische Taktik und die Lügen, die er einsetzte, um zahllose Frauen zu locken", teilte Lawrence dem Magazin "Variety" zufolge mit.

Dutzende Frauen werfen Weinstein sexuelle Übergriffe vor, darunter auch namhafte Schauspielerinnen. In New York ist er wegen Vergewaltigung angeklagt.

Die Vorwürfe einer der Betroffenen wurden durch neue Beweise zuletzt allerdings untergraben. Noch ist unklar, ob es zum Prozess kommt. Weinstein soll am Donnerstag erneut vor Gericht erscheinen.  © dpa

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Skandal um Harvey Weinstein - eine Chronik der Ereignisse

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