Hollywood-Mogul Harvey Weinstein (65) hat Anschuldigungen der mexikanischen Schauspielerin Salma Hayek (51) zurückgewiesen, er habe sie zu sexuellen Handlungen aufgefordert und bedrängt.

"Alle sexuellen Vorwürfe von Salma sind nicht korrekt und wurden von anderen, die Zeugen der Ereignisse waren, anders wahrgenommen", teilte ein Sprecher Weinsteins am Donnerstag dem "People"-Magazin mit.

Salma Hayek hatte in der "New York Times" erklärt, dass Weinstein auch ihr "Monster" gewesen sei und sie zu Dutzenden sexuellen Handlungen habe zwingen wollen.

Hayek: Weinstein wollte duschen, Massagen, Oralsex

Etliche Male habe Salma Hayek "Nein" gesagt. Zum gemeinsamen Duschen, zu Massagen, zu Oralsex.

Und jedes Mal, so schilderte die Schauspielerin die Situationen in einem Text für die "New York Times", habe Harvey Weinstein mit Wut reagiert. "Er war mein Monster, jahrelang."

Auf ihre Ablehnung habe er mit Wut und Androhung von Gewalt reagiert. Einmal habe er sogar gedroht, sie umzubringen.

Weinstein gab in seinem Statement an, sich in dem Zusammenhang einmal an ein "rüpelhaftes Verhalten" erinnern zu können.

Das habe sich aber auf den gemeinsamen Film "Frida" (2002) bezogen, mit dessen Schnitt er unzufrieden gewesen sei.

Die ersten Vorwürfe gegen Weinstein waren im Oktober nach einem Bericht der "New York Times" ans Licht gekommen.

Weinstein-Skandal und die 'MeToo-Bewegung

Weinstein, der von seiner Firma entlassen wurde, hatte teilweise Fehlverhalten zugegeben.

Durch einen Sprecher ließ der Produzent aber erklären, keinen nicht-einvernehmlichen Sex gehabt zu haben.

In der Folge waren Belästigungsvorwürfe auch gegen zahlreiche Schauspieler, Politiker, Journalisten und andere Männer bekanntgeworden, nicht nur in den USA.

Im Internet hatten weltweit insbesondere Frauen mit dem Hashtag #MeToo von sexuellen Übergriffen berichtet.

Das US-Magazin "Time" erklärte die Frauen und Männer hinter der Bewegung am Mittwoch zur "Person des Jahres 2017".  © dpa