Carrie Fisher ist tot. Wegbegleiter und Fans trauern um die "Star Wars"-Schauspielerin. Der Backwarenhersteller "Cinnabon" versuchte hingegen, Kapital aus dem Tod von "Prinzessin Leia" zu schlagen - und sorgte auf Twitter für Empörung.

Schauspielerin Carrie Fisher ist am Dienstag gestorben. Ihr Tod geht nicht nur Wegbegleitern, sondern auch Fans sehr nahe.

Weltberühmt wurde Fisher durch ihre Rolle der "Prinzessin Leia" in den "Star Wars"-Filmen. Auch in "Star Wars: Das Erwachen der Macht", der 2015 in die Kinos gekommen war, war Fisher zu sehen.

Nachrichtensendung der ARD erklärt Kim statt Carrie Fisher für tot.

Für den achten Film der Reihe stand sie ebenfalls vor der Kamera.

Während die Filmwelt um Fisher trauert, versuchte im Netz ein Backwarenhersteller, aus dem Tod der 60-Jährigen Kapital zu schlagen.

Prinzessin-Leia-Tweet von "Cinnabon" sorgt für Empörung

Es ist nicht neu, dass Firmen versuchen, bei aktuell in der Welt wichtigen Nachrichten auf den fahrenden Zug aufzuspringen, um ein wenig Werbung zu betreiben.

Das ist meist kein Problem, oft werden die Firmen für ihre lustigen Ideen sogar gefeiert. Ganz und gar nicht angebracht ist solche Schleichwerbung im Netz allerdings im Falle eines Todes. Das sollte eigentlich selbstverständlich sein. Für die Firma "Cinnabon" war es das nicht.

Die Firma, die in den USA in über 1.000 Filialen betreibt und in erster Linie lauwarme Zimtschnecken verkauft, setzte folgenden Tweet ab, von dem im Netz mittlerweile unzählige Screenshots kursieren:

Der Versuch des Werbe-Coups ging jedoch nach hinten los. Schnell entwickelte sich eine Welle der Empörung - und als sich die Wut im Netz zu entladen begann, bemerkten auch die Verantwortlichen, dass der Tweet pietätlos war. Sie löschten ihn.

Mehrere Nutzer hatten "Cinnabon" zuvor aufgefordert, aus Respekt vor der Toten die Werbung sofort zu entfernen. Doch auch nach der Entfernung des Tweets ist das Entsetzen bei vielen Fans über den seltsamen Tweet noch groß.

Übrigens: Das getwitterte Bild war nicht einmal neu. "Cinnabon" nutzte das Motiv schon zu anderen Anlässen für ein wenig Werbung - zum Beispiel am 4. Mai, dem "Star Wars Day".

Das Medienecho ist entsprechend negativ. Die Website "Mashable" brachte das Geschehene treffend für alle "Star Wars"-Fans auf den Punkt: "Cinnabon begab sich auf die dunkle Seite der Macht." (sw)