Für diese Schauspieler hagelte es Goldene Himbeeren

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Einen Tag vor der Oscar-Verleihung wird der wohl unbeliebteste Preis der Filmbranche verliehen: die Goldene Himbeere. Welche Stars dieses Jahr mit der Auszeichnung für die schlechteste Leistung bedacht wurden und welche Schauspieler ebenfalls Hohn-und-Spott-Träger sind, sehen Sie hier. © spot on news

Donald Trump, ein Schauspieler? Eben nicht! Der amtierende US-Präsident kassierte für seine unfreiwilligen Auftritte in den Dokumentationen "Fahrenheit 11/9" und "Death of a Nation" gleich zwei Goldene Himbeeren. Zum einen als "Schlechtester Schauspieler", zum anderen als "Schlechtestes Leinwandpaar" – und zwar mit seiner eigenen Belanglosigkeit.
Doch Donald Trump ist mit seinem Anti-Oscar aus dem politischen Umfeld nicht alleine: Seine Wahlkampfmanagerin Kellyanne Conway wurde ebenfalls für ihre (unfreiwillige) Rolle in "Fahrenheit 11/9" ausgezeichnet. Als "Schlechteste Nebendarstellerin".
Als "Schlechtester Film" des Jahres wurde "Holmes & Watson" ausgezeichnet. Damit aber noch nicht genug. Der Streifen mit Will Ferrell (links) und John C. Reilly erhielt den Spottpreis ebenfalls für die "Schlechteste Regie“ (Etan Cohen) und das "Schlechteste Remake, Rip-off oder Sequel".
Für John C. Reilly kam es noch bitterer. Der 53-Jährige erhielt für seine Performance in "Holmes & Watson" noch den Preis als "Schlechtester Nebendarsteller" obendrauf.
Melissa McCarthy erhält die Goldene Himbeere als "Schlechteste Schauspielerin" für "The Happytime Murders" und "How To Party With Mom". Allerdings bekommt sie auch den Himbeeren-Erlöser-Preis - weil sie für ihre Performance in "Can You Ever Forgive Me?" 2019 für einen Oscar nominiert ist.
Erst bejubelt, dann vergessen: "Fifty Shades of Grey - Befreite Lust", der dritte Teil der Erotikfilm-Reihe, erhielt die Goldene Himbeere für das "Schlechteste Drehbuch". Autorin E. L. James, die die Buchvorlage für den Streifen geliefert hat, dürfte über diese Auszeichnung wohl nicht sonderlich erfreut sein.
Doch auch andere prominente Namen räumten in den letzten Jahren einige Himbeeren ab. John Travolta hat bisher noch Glück gehabt. Er wurde zwar fünf Mal nominiert, doch die Trophäe erst einmal 2001 für "Battlefield Earth" erhalten. Seine erste Nominierung war 1984 für die Hauptrolle im Film "Staying Alive". 2019 ist er erneut nominiert.
Bei den Männern scheint Sylvester Stallone der schlechteste Schauspieler aller Zeiten zu sein. Er wurde 14 Mal nominiert und hat vier Mal "gewonnen". Unter anderem bekam Stallone die Goldene Himbeere für "Der Senkrechtstarter" 1985.
Kevin Costner bekam drei Mal den Anti-Oscar verliehen - 1992 sogar für die Hauptrolle in dem Blockbuster "Robin Hood - König der Diebe". Der Titelsong des Films "(Everything I Do) I Do It for You" von Bryan Adams war dagegen für einen Oscar nominiert.
Auch Demi Moore setzte sich bei den Anti-Oscars zwei Mal unfreiwillig durch: 1997 für "Striptease" und 1998 für "Die Akte Jane". Es hätte aber schlimmer kommen können, schließlich war die Schauspielerin bisher sieben Mal nominiert.
Madonna räumte den Anti-Oscar bereits fünf Mal ab, zuletzt 2003 für "Stürmische Liebe – Swept Away". Dagegen konnte sie in ihrer Gesangskarriere bereits sieben Mal einen Grammy gewinnen.
Auch Britney Spears wurde bereits einmal als schlechteste Schauspielerin mit einer goldenen Himbeere ausgezeichnet. 2003 erhielt sie den Preis für "Not a Girl". In diesem Jahr gab es ein Unentschieden an Stimmen, und auch Sängerin Madonna erheilt einen "Razzie".
Sie nahm die Auszeichnung mit Humor: Halle Berry gewann 2005 eine Himbeere als schlechteste Schauspielerin für die Titelrolle im Film "Catwoman" - und parodierte ihre tränenreiche Dankesrede der Oscar-Verleihung von 2002.
Den Oscar als beste Hauptdarstellerin bekam Sandra Bullock 2010 für das Sportlerdrama "Blind Side – Die große Chance". Im gleichen Jahr erhielt sie fünf Nominierungen für "Verrückt nach Steve". "Abräumen" konnte der Film aber "nur" zwei Goldene Himbeeren.
Gleich elf Nominierungen musste Adam Sandler über sich ergehen lassen. Vier Mal hat es ihn erwischt. 2012 war besonders bitter für Sandler: Er bekam den Preis sowohl für die männliche als auch für die weibliche Hauptrolle in "Jack und Jill".
Ben Affleck kassierte gleich drei Mal die Goldene Himbeere. Er wurde 2004 für seine Rollen in "Daredevil", "Gigli" und "Paycheck" als schlechtester Hauptdarsteller ausgezeichnet.
Nicolas Cage kam bisher ungeschoren davon, dabei hat er schon einige schwache Leistungen abgeliefert. Das brachte dem Hollywood-Star immerhin fünf Nominierungen ein, unter anderem 2015 für seine Rolle in "Left Behind".