Oscars 2021: Diese deutschen Stars haben schon einen Goldjungen daheim

"And the Oscar goes to ... Germany!" Caroline Link, Hans Zimmer, Florian Henckel von Donnersmarck und zahlreiche weitere deutsche Filmschaffende und Schauspieler durften sich schon über den Goldjungen aus Hollywood freuen. Eine Auswahl. © 1&1 Mail & Media/spot on news

Mit ihm hat alles begonnen: Der deutsche Schauspieler Emil Jannings nahm an der ersten Oscarverleihung 1929 teil und gewann den ersten Oscar überhaupt. Bislang ist er damit der einzige Deutsche, der als bester Hauptdarsteller geehrt wurde - für seine Rollen in "Der Weg allen Fleisches" (1927) und "Sein letzter Befehl" (1928, Foto).
Als erste und einzige Deutsche konnte sich bislang Luise Rainer den Oscar als beste Hauptdarstellerin sichern - und das gleich in zwei aufeinanderfolgenden Jahren. 1937 erhielt sie die Trophäe für ihre Rolle in "Der große Ziegfeld" (im Bild) und 1938 für "Die gute Erde".
1946 konnte sich Ernst Lubitsch, der seit Beginn der 1920er Jahre in Hollywood arbeitete, über einen Ehrenoscar freuen. Im Jahr darauf verstarb der Schauspieler und Regisseur in Los Angeles.
Gleich vier Oscars erhielt der in Berlin geborene André Previn, der später die amerikanische Staatsbürgerschaft annahm, für seine Filmmusiken. "Gigi", "My Fair Lady", "Porgy und Bess" sowie "Das Mädchen Irma la Douce" sind absolute Klassiker. Das Foto zeigt ihn mit seinem Goldjungen für letzteren Film - neben Sammy Davis Jr. und Elmer Bernstein.
Regisseur Volker Schlöndorff durfte sich 1980 den ehrenvollen Preis abholen - für den Film "Die Blechtrommel" in der Kategorie "Bester fremdsprachiger Film". Das erfolgreiche Werk basiert auf dem gleichnamigen Roman von Günter Grass und erhielt auch die Goldene Palme in Cannes.
Einen Studenten-Oscar erhielt Wolfgang Becker (r., mit Oskar Roehler) 1988 für seinen Abschlussfilm "Schmetterlinge". Der wohl bekannteste Film seiner späteren Karriere dürfte "Good Bye, Lenin!" sein.
Wolfgang Emmerich (l.) gehört sicher zu den bekanntesten deutschen Exporten in Hollywood und ist für seinen Hang zum bildgewaltigen Popcorn-Kino bekannt. Als Bester Film wird ein Streifen wie "Independence Day" sicher nie ausgezeichnet werden, doch für die Visuellen Effekte gab es den Oscar 1997 für Volker Engel.
Regisseurin Katja von Garnier (hier mit Bernd und Katja Eichinger) erhielt 1994 den Studenten-Oscar für ihre Komödie "Abgeschminkt!", die danach zu einem Kinoerfolg avanvierte. In den 1990ern bekamen auch Raymond Boy ('97), Thorsten Schmidt ('98) und Marc-Andreas Bochert ('99) die begehrte Auszeichnung.
1995 durfte er jubeln: Hans Zimmer bekam die Auszeichnung für die beste Filmmusik in Disneys "Der König der Löwen". Zimmer zählt zu den größten Filmkomponisten aller Zeiten und wurde auch noch mehrere Male für einen Oscar nominiert.
Florian Gallenberger erhielt den Studenten-Oscar 2000 für "Quiero Ser" - doch damit nicht genug: Im Jahr darauf gab es für genau diesen Film dann auch noch den Oscar als Bester Kurzfilm.
Regisseurin Caroline Link konnte 2003 einen Goldjungen in den Händen halten. Sie gewann mit ihrem Film "Nirgendwo in Afrika" (2001) in der Kategorie "Bester fremdsprachiger Film". Das Werk basiert auf dem autobiografischen Roman von Stefanie Zweig und erzählt von der jüdischen Familie Redlich, die vor dem NS-Regime nach Kenia flüchtete.
Und weiter geht es mit dem Studenten-Oscar. 2004 gewann Ulrike Grote die Auszeichnung für ihren Kurzfilm "Der Ausreißer" und …
… im Jahr 2007 Toke Constantin Hebbeln für seinen Film "Nimmermeer". Mit ihm freut sich hier übrigens Schauspielerin Zooey Deschanel.
2010 gewann der Deutsch-Österreicher Christoph Waltz. Seinen Oscar durfte er sich als "Bester Nebendarsteller" im Film "Inglorious Basterds" abholen. 2013 legte er sogar nach ...
... und gewann mit "Django Unchained" in der gleichen Kategorie. In "Inglourious Basterds" überzeugte er als sadistischer NS-Standartenführer Hans Landa. 2013 brillierte er dagegen als Kopfgeldjäger Dr. Schultz in Western-Ambiente. Beide Rollen hatte er Regisseur Quentin Tarantino zu verdanken.