Oscar-Nominierungen 2021: Diese Stars können auf einen Goldjungen hoffen

Die Oscar Academy hat die Liste der nominierten Filme, Schauspieler und Schauspielerinnen bekannt gegeben, die am 25. April 2021 auf einen der begehrten Preise hoffen können. Ein Überblick. © 1&1 Mail & Media/spot on news

Für "Ma Rainey's Black Bottom" ist der verstorbene Chadwick Boseman posthum als "Bester Hauptdarsteller" nominiert. Der Film war der letzte des Schauspielers, der im August 2020 mit 43 Jahren an Krebs starb. Für die Rolle des Levee Green wurde er bereits posthum mit einem Golden Globe ausgezeichnet.
In der gleichen Kategorie ist auch Anthony Hopkins nominiert. Im Filmdrama "The Father" spielt er die Hauptrolle eines 80-Jährigen, der ebenfalls Anthony heißt. Seine Tochter Anne (Olivia Colman) kümmert sich um ihren dementen Vater.
Gary Oldman (Bild) wurde ebenfalls als Kandidat in der Kategorie "Bester Hauptdarsteller" für seine Rolle in "Mank" bedacht. Im Rennen sind hier außerdem Riz Ahmed ("Sound of Metal") und Steven Yeun ("Minari").
Sacha Baron Cohen (li.) darf in der Kategorie "Bester Nebendarsteller" auf einen Goldjungen hoffen. In dem Film "The Trial of the Chicago 7" spielt er die Rolle des Yippies Abbie Hoffman. Der Schauspieler ist zudem für "Borat 2: Borat Anschluss Moviefilm" für "Bestes adaptiertes Drehbuch" nominiert.
Auch Daniel Kaluuya hofft auf die Auszeichnung "Bester Nebendarsteller". In der Filmbiografie "Judas and the Black Messiah" verkörpert er den Vorsitzenden der Black Panther Party, Fred Hampton. Der Film ist in fünf weiteren Kategorien nominiert, etwa für "Bester Film".
Schauspielkollege Lakeith Stanfield (Bild) steht in direkter Konkurrenz: Auch er ist als "Bester Nebendarsteller" im Film "Judas and the Black Messiah" nominiert. Er spielt den Kleinkriminellen William O'Neal, der Fred Hampton (Kaluuya) stürzen will. Leslie Odom Jr. ("One Night in Miami") und Paul Raci ("Sound of Metal") hoffen in der Kategorie ebenfalls auf einen Goldjungen.
In der Kategorie "Beste Hauptdarstellerin" geht unter anderem Viola Davis ins Rennen. Sie spielt an der Seite von Chadwick Boseman in "Ma Rainey's Black Bottom" die Bluessängerin Gertrude "Ma" Rainey.
Vanessa Kirby wurde ebenfalls in den Nominierungen als "Beste Hauptdarstellerin" bedacht: Im Filmdrama "Pieces of a Woman" mimt sie Martha Weiss, die um ihr Baby trauert, das direkt nach der Geburt stirbt.
Für "Nomadland" ist Frances McDormand (Bild) als "Beste Hauptdarstellerin" nominiert. In der Rolle der 60-jährigen Fern will sie in dem Drama als moderne Nomadin im Westen der USA leben. Weitere Nominierungen in der Kategorie gingen an Andra Day ("The United States vs. Billie Holiday") und Carey Mulligan ("Promising Young Woman").
Als "Beste Nebendarstellerin" wurde unter anderem Glenn Close für das Drama "Hillbilly Elegy" nominiert. Der Film geht auch in der Kategorie "Make-up und Haarstyling" ins Rennen. Close spielt in dem Streifen eine Großmutter, Mamaw genannt, in einer Familie aus der Arbeiterklasse.
Ebenfalls in dieser Kategorie wurde Olivia Colman bedacht. Sie spielt in dem Oscarkandidaten "The Father" die Nebenrolle der Anne, die ihren dementen Vater (Anthony Hopkins) pflegt, jedoch immer wieder die Geduld mit ihm verliert. Das Drama ist in sechs Kategorien für einen Oscar nominiert.
Amanda Seyfried (Bild) ist für ihre Rolle der Marion Davies in der Filmbiografie "Mank" als "Beste Nebendarstellerin" nominiert. Neben Glenn Close und Olivia Colman bekommt sie in der Kategorie Konkurrenz von der bulgarischen Newcomerin Maria Bakalova ("Borat 2: Borat Anschluss Moviefilm") und Yuh-Jung Youn ("Minari").
Mit insgesamt zehn Nominierungen in den 23 Kategorien darf sich das Netflix-Drama "Mank" die meisten Chancen bei der Verleihung ausrechnen.
"Mank"-Regisseur David Fincher ist für die "Beste Regie" nominiert. Der biografische Film beschäftigt sich mit der Entstehung des Meisterwerks "Citizen Kane" von Orson Welles.
Konkurrenz in der Kategorie "Bester Film" bekommt "Mank" von "The Father" (Foto), "Nomadland", "Sound of Metal", "The Trial of the Chicago 7", "Judas and the Black Messiah" (je sechs Nominierungen) und "Promising Young Woman" (fünf Nominierungen).
In der Kategorie "Beste Regie" dürfen dieses Jahr auch zwei Frauen um den Titel kämpfen. Allen voran Chloé Zhao (re.) mit "Nomadland". Mit ihrem semifiktionalen Sozialdrama konnte die chinesische Filmeditorin auch schon bei den Golden Globes abräumen.
Filmregisseurin Emerald Fennell geht mit "Promising Young Woman" an den Start. Die Britin ist auch als Schauspielerin erfolgreich. Unter anderem mimte sie Camilla in der Netflix-Serie "The Crown".
In der erhofften Kurzfilm- und Musikkategorie ist Deutschland dieses Jahr leer ausgegangen. Immerhin: Der US-Film "Neues aus der Welt" mit Tom Hanks und der deutschen Schauspielerin Helena Zengel ist in der Kategorie "Beste Filmmusik" nominiert. Eine eigene Nominierung konnte die Zwölfjährige allerdings nicht einheimsen.
In der Vergabe um den "Besten fremdsprachigen Film" haben immerhin das Drama "Quo Vadis, Aida?" (Rumänien) der in Berlin lebenden Regisseurin Jasmila Žbanić (Foto) und die Doku "Kollektiv – Korruption tötet" (Bosnien und Herzegowina) – eine deutsche Koproduktion – eine Nominierung erhalten.
Im Rennen sind hier außerdem "Another Round" (Dänemark) von Thomas Vinterberg (Foto), "Better Days" (Hong Kong) von Derek Tsang und "The Man Who Sold His Skin" (Tunesien) von Kaouther Ben Hania.