Beim Oscar 2015 durfte Sean Penn die Auszeichnung für den besten Film übergeben. Doch mit einem vermeintlichen Witz sorgte der Schauspieler bei den Academy Awards für Unmut.

Es ist nicht nur eine Ehre, einen Oscar zu gewinnen, sondern auch einen zu überreichen. Besonders wenn es sich um eine der Hauptkategorien handelt. Die ehrenvolle Aufgabe, den Academy Award für den besten Film zu überreichen, wurde beim Oscar 2015 Sean Penn zuteil. Doch seine provokante Ankündigungsrede für den "Birdman"-Regisseur sorgte für eine Kontroverse.

Penn kündigte Gewinner Alejandro G. Inarritu mit den Worten "Wer hat dem H****sohn eine Green Card gegeben?" an. Der Regisseur des Oscar-Abräumers "Birdman" ist gebürtiger Mexikaner. Das sollte humorvoll sein - war es aber nicht. Beim anwesenden Publikum sorgte der vermeintliche Witz nicht für Lacher und auch die Twitter-Gemeinde konnte über den Spruch ganz und gar nicht schmunzeln.

Andere lesen aus Sean Penns "Witz" genau das Gegenteil heraus - nämlich eine Kritik an der US-Immigrationspolitik:

Entscheidend ist aber wohl, wie die Worte Penns bei Preisträger Alejandro G. Inarritu ankamen. Der nahm es offenbar nicht nur gelassen, sondern sogar mit Humor: "Ich fand es urkomisch. Sean und ich habe diese Art von brutaler Beziehung", sagte der Regisseur laut "USA Today". Bereits während ihrer Zusammenarbeit beim Spielfilm "21 Gramm" (2003) habe Penn immer diese Art von Sprüchen geklopft. "Ich fand es sehr lustig."

Am Ende war es wohl nur ein "Joke unter Freunden". Doch darüber, ob die Oscars dafür der richtige Rahmen sind, lässt sich streiten. (jwo)