Nicolas Cage wird 55.: Seine schlechtesten Filme

Am 7. Januar wird Nicolas Cage 55 Jahre alt. Dazu erst mal herzlichen Glückwunsch. Weniger Grund zur Freude bietet seine Karriere: War er vor einigen Jahr(zehnt)en noch einer der erfolgreichsten Schauspieler Hollywoods, befindet sich seine Karriere seit geraumer Zeit im Sinkflug.

Am 7. Januar wird Nicolas Cage 55 Jahre alt. Dazu erst mal herzlichen Glückwunsch. Weniger Grund zur Freude bietet seine Karriere: War er vor einigen Jahr(zehnt)en noch einer der erfolgreichsten Schauspieler Hollywoods, befindet sich seine Karriere seit geraumer Zeit im Sinkflug.
In dieser Galerie stellen wir einige seine größten Filmgurken der letzten Jahre vor. Die Auswahl stützt sich dabei auf die aktuellen Bewertungen des jeweiligen Films in der Filmdatenbank "IMDb" und auf der Kritikseite "Rotten Tomatoes".
"Left Behind" (2014): In dem Film spielt Nicolas Cage den Piloten Rayford Steele, in dessen Flugzeug plötzlich spurlos Passagiere verschwinden. Zeitgleich lösen sich auch auf der Erde Menschen in Luft auf. Nachdem das Flugzeug beschädigt wird, gerät zudem die Landung zur gefährlichen Aufgabe. Filmkritiker Richard Roper nannte das Drehbuch "entsetzlich" und bezeichnete die schauspielerischen Darstellungen als so hölzern, dass man den Boden einer Basketballhalle damit auslegen könnte. (IMDb: 3,1/10 - RT: 1%)
"Ghost Rider: Spirit of Vengeance" (2012): Fortsetzung von "Ghost Rider" (2007), basierend auf dem gleichnamigen Marvel-Comic. Cage spielt den Ex-Stuntman Johnny Blaze, der nach einem Pakt mit dem Teufel Superkräfte besitzt und einen Jungen vor bösen Mächten beschützen soll. Wie schon der erste Teil erhielt der Film überwiegend negative Kritiken. Peter Travers vom "Rolling Stone"-Magazine nannte ihn "eine furchtbares Durcheinander" mit den schlechtesten 3-D-Effekten, die er bis dato gesehen habe. (IMDb: 4,3/10 - RT: 18%)
"Trespass" (2011): Cage spielt den wohlhabenden Familienvater Kyle Miller, der eines Tages zusammen mit seiner Frau (Nicole Kidman) und seiner Tochter von vier Männern als Geisel genommen wird. Als Kyle sich weigert, mit den Verbrechern zu kooperieren und seine Frau einen von ihnen erkennt, spitzt sich die Lage zu. Für seine Rolle wurde Cage für eine Goldene Himbeere als schlechtester Schauspieler nominiert. Eine "Ehre", die ihm bislang fünfmal zuteil wurde. (IMDb: 5,3/10 - RT: 10%)
"Bangkok Dangerous" (2008): Auftragskiller Joe (Cage) will sich zur Ruhe setzen. Davor muss er nur noch vier Menschen ins Jenseits befördern. Nachdem Joe bei einem der Morde zögert, gerät er ins Visier seiner Auftraggeber und der Polizei. Björn Becker vom Onlineportal "Filmstarts" bezeichnete den Film als "lahmen Thriller", der in seiner Geschichte auf ein ausgelutschtes Klischee setze. (IMDb: 5,4/10 - RT: 8%)
"Dying of the Light – Jede Minute zählt" (2015): Evan Lake (Cage) arbeitet als Agent beim CIA. Nach einer Demenz-Diagnose erfährt er außerdem, dass sein totgeglaubter Erzfeind noch lebt. Daraufhin macht er sich auf den Weg, um Rache an dem Terroristen zu üben. Der von Paul Schrader geschriebene und inszenierte Film wurde ohne dessen Zustimmung massiv umgeschnitten. Das Kino-Magazin "Cinema" beurteilte ihn als "künstlerisches Debakel", bei dem "fünf Millionen Dollar in den Sand gesetzt" worden seien. (IMDb: 4,4/10 - RT: 9%)
"Arsenal" (2017): Der Film erzählt die Geschichte der beiden Brüder Mikey (Johnathon Schaech) und JP (Adrian Grenier). Während Mikey für die Mafia arbeitet, geht JP einer normalen Beschäftigung nach. Dann werden Mikey und seine Tochter von dem Gangster Eddie King (Cage) entführt. JP beschließt daraufhin, die beiden zu befreien. Kritikerin Wendy Ide vom "Observer" schrieb zu dem Film: "Das Einzige, was noch weniger überzeugt als Cages Schnurrbartprothese, ist der Autounfall von einer Geschichte". (IMDb: 4,0/10 - RT: 3%)
"Wicker Man – Ritual des Bösen" (2006): Verkehrspolizist Edward Malus (Cage) steckt in einer tiefen Krise. Da wird er von seiner Ex-Freundin gebeten, ihre verschwundene Tochter zu suchen. Dazu begibt er sich auf die Insel Summersisle, wo er es bald mit den merkwürdigen Anwohnern und Anhängern einer heidnischen Sekte zu tun bekommt. Der Film wurde in fünf Kategorien für eine Goldene Himbeere nominiert. Die Szene, in der Cage seinen Kopf in einen Käfig voller Bienen steckt, wird von Internetnutzern bis heute veralbert. (IMDb: 3,7/10 - RT: 15%)
"Der letzte Tempelritter" (2011): Cage soll als Kreuzritter Behmen eine vermeintliche böse Hexe in ein Kloster überführen, wo man sie ihrer Kräfte berauben will. Dazu begibt er sich mit einer kleinen Gruppe auf eine Reise, die zahlreiche Gefahren birgt. Die "Zeit" bezeichnete den Film als "groteske Ansammlung von Kreuzzug-Horror und Hexen-Trash", der auch als Parodie durchgehen würde. (IMDb: 5,4/10 - RT: 10%)
"211 – Cops under Fire" (2018): Cage verkörpert den Polizisten Mike Chandler, der bald in Pension gehen soll. Zusammen mit seinem Schwiegersohn und Partner Steve soll er den Schüler Kenny mit auf Streife nehmen. Ausgerechnet an diesem Tag kommt es zu einem blutigen Banküberfall, bei dem die drei als Erste vor Ort sind. Asokan Nirmalarajah von "Filmstarts" attestierte dem Film "Holzhammer-Dialoge" und "schablonenhafte Figuren". Zudem begnüge sich die Story mit "reiner Phrasendrescherei" und Nicolas Cage wirke über weite Strecken völlig desinteressiert. (IMDb: 4,3/10 - RT: 5%)