Vom Kinderzimmer auf die Leinwand: Die größten Brettspiel- und Spielzeugverfilmungen

Videospielverfilmungen sind der letzte Schrei und "The Witcher" und "Assassin's Creed" nur ein Bruchteil der Genre-Neuerscheinungen der letzten Jahre. Doch wie verhält es sich mit Adaptionen klassischer Brettspiele oder Spielzeuge? Wir stellen die größten Verfilmungen vor.

Spin-offs sollten nicht lange auf sich warten lassen: Nach "Ninjago" (2016) bekam auch der dunkle Ritter mit "The LEGO Batman" (2017) seinen eigenen Ableger im Bausteineuniversum - und 2019 kam die Fortsetzung der Hauptreihe "The LEGO Movie 2" in die Kinos. Hinter den lustigen Figuren verstecken sich große Hollywoodnamen als Synchronsprecher, so zum Beispiel Chris Pratt, Ralph Fiennes und Zach Galifianakis.
Lego hatte schon zehn Jahre zuvor ein kleines Film-Franchise. Über die Abenteuer der beliebten "Bionicles"-Actionfiguren kamen zwischen 2003 und 2009 vier Filme heraus.
Auch Playmobil wollte ein Stück vom Kuchen abhaben und veröffentlichte 2019 "Playmobil: Der Film". Ohne Selbstironie und mit einem hauptsächlich für ein jüngeres Publikum gemachtem Humor, fiel die Reaktion verhältnismäßig mau aus.
Woanders war man schon viel früher auf die Idee gekommen: Seit "Barbie und der Nussknacker" (2001) produzierte die Firma Mattel bisher 37 Animationsfilme zur beliebten Puppe direkt für den Heimbildschirmmarkt.
Auch eine Realverfilmung befindet sich seit 2015 in der Vorproduktion, konnte wegen ständigem Personalwechsel aber bisher nicht realisiert werden. Doch es gibt gute Neuigkeiten: Seit 2019 ist Margot Robbie für die Hauptrolle unter Vertrag. Sie soll die aus "Barbieland" verbannte Puppe spielen, welche nicht "perfekt genug" sei. Ein Erscheinungsdatum gibt es noch nicht.
Wie Barbie auch aus dem Hause Mattel: In "Masters of the Universe" (1987) rettet Dolph Lundgren als He-Man (l.) die Erde vor seinem Erzfeind Skeletor. Ein neuer Film befindet sich seit mehr als zehn Jahren in der Produktionshölle.
Zu den "Hot Wheels"-Flitzern plant Mattel ebenso seit geraumer Zeit einen Spielfilm. Zuletzt wurde Justin Lin für den Regiestuhl engagiert - doch seit 2019 gibt es keine Neuigkeiten mehr.
Auch eine Verfilmung des beliebten Gesellschaftsspiels "Monopoly" ist seit 2010 im Gespräch. Für lange Zeit wollte Ridley Scott eine Mischung aus "Alice im Wunderland" und "Wall Street" realisieren, doch seit 2019 wird das Projekt als antizipierte Familienkomödie von Kevin Hart geleitet.
Eines der ältesten Fallbeispiele ist die Realverfilmung des Detektiv-Brettspiels "Cluedo" unter dem Namen "Clue" von 1985. Der Film über die Aufklärung eines Mordes bekam drei verschiedene Enden spendiert, welche in unterschiedlichen Kinos gezeigt wurden.
Kaum eine Spielzeugreihe eignet sich besser für das große Blockbuster-Kino als die "Transformers"-Roboter: Regisseur Michael Bays Gespür für Bombast haben der Filmreihe ein unvergleichbares Eigenleben beschert, dessen Popularität mittlerweile dessen Spielzeug-Pendant überflügelt haben dürfte.
Die ersten drei "Transformers"-Teile zeigten noch Shia LaBeouf in der Hauptrolle. Für "Transformers: Ära des Untergangs" (2014) und "Transformers: The Last Knight" (2017) übernahm Mark Wahlberg (Foto). Michael Bay gab vor einigen Jahren an, dass man noch 14 weitere verfilmbare Konzepte hätte - er selbst hat sich allerdings vom Franchise verabschiedet. Eine dieser Geschichten war das Spin-off "Bumblebee" (2018).
Nach dem Erfolg der "Transformers"-Reihe gab Hasbro auch eine Verfilmung seiner beliebten Geheimagenten-Actionfiguren in Auftrag: "G.I.Joe - Geheimauftrag Cobra" (2009) und "G.I.Joe - Die Abrechnung" (2013) kamen bisher in die Kinos. Ein dritter Teil befindet sich ebenso in der Produktion wie ein Crossover mit dem "Transformers"-Franchise, welches ein neues Filmuniversum ähnlich zu Marvel starten soll.
Auch "Battleship" (2012) basiert lose auf einem Spiel: dem Klassiker "Schiffe versenken". Das Beifügen einer Alienbedrohung und Casten der Pop-Ikone Rihanna dürfte geholfen haben, den Film zu einem finanziellen Erfolg zu machen.
Fantasy-Liebhaber hatten mit Brettspiel- und Spielzeugverfilmungen bisher weniger Glück: "Dungeons & Dragons" (2000), das auf dem gleichnamigen Rollenspiel-System basiert, gilt von Kritikern wie Franchise-Fans als gleichermaßen verhasst. Dennoch folgten zwei Fernsehfortsetzungen.
Wizards of the Coast, die Firma hinter "Dungeons & Dragons" , produziert noch ein weiteres ikonisches Fantasy-Brettspiel: die Sammelkarten "Magic: The Gathering". Aktuell arbeiten die Russo-Brüder ("Avengers: Infinity War" und "Avengers: Endgame") an einer animierten Serie für Netflix.
Auch die Regielegende Tim Burton nahm sich bereits der Verfilmung eines Sammelkartenspiels an: 1996 erschien die grotesk gewaltvolle Science-Fiction-Komödie "Mars Attacks!".
Gruseliger wurde es mit "Ouija" (2014): Das gleichnamige Hexenbrett von Hasbro soll einen mit dem Jenseits kommunizieren lassen. Die perfekte Vorlage für einen Horrorfilm. Die Fortsetzung "Ouija: Ursprung des Bösen" kam 2016 heraus.
Die bunten "Trolls" waren besonders in den 1960er Jahren eine äußerst beliebte Spielzeugreihe. Später von Hasbro übernommen, sicherte sich DreamWorks Animation die Filmrechte und brachte drei Jahre später einen Kinofilm über die Zaubertrolle heraus.
Nach zahlreichen Direct-To-DVD-Ausflügen der süßen "My Little Pony"-Marke wurde 2017 schließlich der erste gleichnamige musikalische Zeichentrickfilm für die große Leinwand realisiert.
Der Spielzeugfilm aller Spielzeugfilme: Das "Toy Story"-Franchise dreht sich nicht bloß um ein einzelnes Spielzeug, sondern bringt sie alle zusammen. Hier erwachen die Kinderzimmer-Actionfiguren rund um Cowboy Woody und Space-Ranger Buzz Lightyear seit 1995 in bisher vier Filmen zum Leben.